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Kostengünstige aber gute Alternativen zu teurem Ölzeug zum Segeln auf Yachten.

Artikel in Bearbeitung …

Links zum Thema Ölzeug:

http://www.sy-safari.de/oelzeug-atmungsaktiv-winddicht-warm

Ich bin auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu dem sauteurem Ölzeug, dass man beim Segeln auf Yachten trägt, um bei Schietwetter trotzdem das Boot segeln zu können und nicht gleich danach mit Grippe in der Koje zu liegen.

Dabei habe ich verschiedene Ansätze verfolgt:

1. Outdoor/Sport-Kleidung

Jeder hat wahrscheinlich die eine oder andere Hardshell-Outdoor-Jacke (bzw. Hose) a la Jack Wofskin, The Northface, Mammut, Fjäll Räven, Pinewood etc. an seinem Kleiderhacken hängen. Das wichtigste Kriterium – nämlich die Wasserdichtigkeit bei gleichzeitiger Atmungsaktivität haben diese Jacken mit gutem Ölzeug gemein. Es gibt jedoch auch ein paar Unterschiede, als da wären:

  • Robustheit: Ölzeug hat eine robustere Außenschicht, da mit der Segelkleidung häufig an Segeln, Wanten etc. gearbeitet werden muss. Wenn man hier mal hängen bleibt, schützt die dickere Außenschicht die empfindliche Membran besser vor Beschädigungen.
  • Daher sind Outdoor-Jacken aber auch leichter und atmungsaktiver. Das ist vor allem dann einen Vorteil, wenn die wasserabweisende Wirkung der Außenhaut nachlässt – die Kleidung hat eine dünnere Schicht, die sich mit Wasser vollsaugen kann und bleibt somit leichter, auch wenn der DWR- (Durable Water Repellent) Schutz nachlässt.
  • Die Atmungsaktivität wird auch dadurch erhöht, dass Trekking-Kleidung häufig verschließbare Ventilations-Schlitze, z. B. unter den Armen, besitzt. Diese Schlitze können beim Segeln aber dann ein Problem werden, wenn man z. B. bei starkem Wind und Regen mit hoch gestreckten Armen auf Deck Arbeiten ausführen muss, da hier dann doch deutlich leichter Feuchtigkeit eindringt.
  • Gutes Ölzeug bietet z. B. sehr eng anliegende Ärmelbündchen bzw. sind diese idealerweise aus Neopren, so dringt deutlich weniger Wasser ein, wenn man mit den Händen nach oben Arbeiten ausführt.
  • Der Kragen von Ölzeug ist deutlich höher als bei Outdoor-Kleidung. Selbst wenn es nicht regnet bietet eine Segeljacke somit deutlich bessern Schutz vor dem Wind, der auf dem Wasser einfach immer stärker und kälter in den Nacken bläst als an Land.
  • Beim Thema Schuhe haben Outdoor-Klamotten aber die Nase vorne: Gute wasserdichte und atmungsaktive Schuhe haben häufig ein besseres Profil als Segel-Gummi-Stiefel, sind atmungsaktiv und kann man auch auf dem Landgang problemlos anziehen. Außerdem sind sie viel wärmer als einfache ungefütterte Gummistiefel. Wenn man dann noch ein Modell mit heller oder weißer Sohle nimmt, hinterlässt man keine dunklen Spuren auf Deck.

Beim Segeln ist die Atmungsaktivität jedoch häufig nicht so wichtig wie beim Trekking, da man beim Wandern deutlich stärker schwitzt als beim Segeln. Ich besitzt z. B. eine Tribord (Decathlon) Überziehhose, die nicht atmungsaktiv ist. Ich hatte sie einmal bei einer Wanderung zwei Stunden im Regen getragen, danach war ich unter der Hose plitsch-nass geschwitzt. Gerade heute habe ich dieselbe Hose beim Segeln (1h) getragen und auf der Heimfahrt. Als ich sie zuhause auszog war ich darunter komplett trocken.

Zu Bedenken ist auch, dass im Outdoor/Trekking-Bereich die Regendichtigkeit nicht eine so große Rolle spielt wie beim Segeln. Während man wandert, kann man sich bei Regen unterstellen oder im Zelt verkriechen, auf dem Boot muss man steuern, egal was für ein Wetter ist, mitten auf dem Mittelmeer oder auch auf der Kieler Förde, kann man nicht einfach wegen Regen den Anker werfen und warten bis der vorbei ist …

Trotzdem kann Outdoorkleidung eine gute Alternative zu Ölzeug sein, vor allem wenn man eh schon eine gute Outdoorjacke bzw. Hose besitzt. Aber auch eine Neuanschaffung kann Sinn machen, da man gute Hardshelljacken bereits ab 150,– € kaufen kann. Wer nur gelegentlich mal segelt kann also mit einer Trekking-Jacke durchaus zufrieden sein.

Was bei aller Funktionskleidung zu beachten ist: Die Atmungsaktivität funktioniert nur, wenn die Kleidung drunter auch darauf abgestimmt ist. Das bedeutet, dass die untere Kleidung entweder aus Kunststoff oder aus dünner Merino-Wolle bestehen sollte. Baumwolle saugt die Feuchtigkeit auf und gibt sie nicht weiter ab nach Außen. Merinowolle soll den Vorteil haben, dass das enthaltene Wollwachs antibakteriell wirkt und man somit kaum oder gar nicht nach Schweiß riecht im Gegensatz zur Kunststoff-Unterwäsche. Abgesehen davon ist es gesundheitsschädlich, Kunststoff-Kleidung direkt auf der Haut zu tragen, da der Körper im Kunststoff enthaltene Hormone aufnimmt, die u. a. die Zeugungsfähigkeit gefährden – auch wenn man keinen akuten Kinderwunsch hegt, will man sich das nicht unbedingt antun 😉

1.1 Interessante Alternative zu Segelstiefeln

Wie oben schon erwähnt möchte ich noch mal auf die gute Eignung von wasserdichten Outdoor-Schuhen hinweisen. Ich habe mir vor allem Stiefel der Marke Docker’s genauer angeschaut. Die haben eine helle Sohle, einige Modelle sogar eine weiße und haben als Membran eine Sympatex® Schicht anstelle von Gore-Tex®. Das ist meiner Meinung ein großer Vorteil, da Sympatex®

Man mag denken, dass die Schuhe aufgrund der Schnürung nicht wasserdicht sind, aber bei bestimmten Dockers ist die Zunge unter der Schnürung direkt mit dem Schaft des Stiefels geschlossen verbunden, der Schuh ist also bis oben hin komplett geschlossen und wasserdicht.

Man sieht hier, wie die Zunge im Bereich der unteren beiden Schnürsenkellöcher mit dem Schaft vernäht ist, wodurch der Schuh bis fast zum dritten Schnürsenkelloch komplett geschlossen und wasserdicht ist (Modell 33CR001 [Amazon-Affiliate-Link]).
Dockers Stiefel unter Wasser bis zum zweiten Schnürsenkel-Loch.
Bis zum zweiten Schnürsenkel-Loch sind die Dockers dank geschlossener Zunge wasserdicht – was darüber steigt macht sich sofort bemerkbar.

Wichtig ist, darauf zu achten, ob der Schuh rahmengenäht (Goodyear-Welted) wurde. Dabei wird die Sohle verklebt und zusätzlich mittels einer dicken Steppnaht außen mit dem Oberschuh vernäht. Dadurch gibt es keine Nählöcher, durch die Feuchtigkeit in den Schuh eindringen kann. Viele Schuhe täuschen solch eine Rahmennaht durch eine überstehende Sohle vor, die aber keine Naht aufweist. Bei Dockers erkennt man die rahmengenähten Modelle an der Bezeichnung „Insulated Good-Year Welt“ auf der Zunge und dem eingestanzten Logo an der Ferse „Genuine Hand Made Good-Year Welted Shoe“ sowie an der deutlich sichtbaren Naht, die um den gesamten Schuh herum auf der Sohle entlang läuft. So ergibt sich eine preiswerte Alternative zu Segelschuhen, die dazu auch noch als normale Straßenschuhe verwendbar sind, wenn mal nicht die Sonne scheinen sollte.

Noch ein Hinweis zur Größe. Ich trage gewöhnlich die Größe 41, bei Dockers muss ich aber eine Nummer kleiner kaufen (40), damit mir der Schuh passt. Ein anderer Nutzer, der gewöhnlich 43 trägt, berichtete, dass er bei Dockers 1,5 Nummern größer (44,5) kaufen muss. Am besten man kauft sie mit der Möglichkeit, die Schuhe kostenlos zurück senden zu können.

Hier das typische Modell mit heller Sohle, die auch keine Probleme auf weißen Decksanstrichen machen sollte [Amazon-Affiliate-Link]:


Das ist ein Docker’s mit weißer Sohle [Amazon-Affiliate-Link]:


Ein etwas anders geformter wasserdichter Dockers [Amazon Affiliate-Link]:


Bergsteigerstiefel sind auch eine Alternative, denn hier ist die Zunge bis oben hin komplett geschlossen. Leider gibt es hier von Dockers keine Modelle mit heller Sohle. Und auch wenn es so aussieht, als sei der Schuh Rahmengenäht, handelt es sich nur um eine Ziernaht. Der Schuh ist zwar trotzdem wasserdicht, allerdings ist er nicht so haltbar – sprich, die Sohle kann sich bei starker Beanspruchung lösen und müsste vom Schuster repariert werden.

Wer mit einer dunklen Sohle leben kann und / oder sich die Sohle gegen eine helle austauschen lässt (Schuster machen das für wenig Geld), kann für kleines Geld einen je nach Geschmack chicen und dazu auch alltagstauglichen Schuh kaufen – bei Amazon gibt’s den gelegentlich schon für 24,– Euro [Affiliate-Link].

1.2 Alternative Segelschuhe


Okay, dieser Schuh ist zwar kein Ölzeug, aber gerade im Sommer oder beim Segeln in wärmeren Gefilden (Kanaren und südlicher) sinnvoll. Durch die Abfluss-Löcher in der Sohle und den netzartigen Aufbau trocknet der Schuh schnell. Die helle Sohle hinterlässt keine Spuren auf dem Bootsdeck, auch die kleinen dunklen Stellen sind farbneutral [Amazon-Affiliate-Link]:

Weitere Mesh-Sneaker [Amazon-Affiliate-Link]

Nachfolgend interessante Links, auf die ich bei meiner Recherche gestoßen bin:

Ölzeug. Warum eigentlich?

Nike Free [Affiliate-Link zu amazon.de]

Adidas Boat Lace [Affiliate-Link zu amazon.de]

http://forum.yacht.de/archive/index.php/t-160666.html

2. Arbeitskleidung

http://www.ybw.com/forums/archive/index.php/t-421679.html

Britischer Anbieter für Wetterfeste Arbeitskleidung

Aalesund Oljeklede ist ein norwegischer Anbieter von Arbeitskleidung u. a. für die Fischerei

Grundéns, schwedischer Hersteller von Arbeitskleidung für das Fischereihandwerk.

3. Militär-Equipment

3.1 Bordparka Deutsche Marine

Ein sehr guter Wasserdichter Parka aus dreilagigem Goretex®, innen mit einem herausnehmbaren Futter. Die Ärmel sind mit Gummizügen abgeschlossen (leider kein Neopren), ansonsten sollte die Jacke in nichts dem Offshore-Ölzeug von Musto etc. nachstehen. Mich überzeugt haaben der hohe Kragen und der Gummizug, der die Jacke unten rum eng an den Körper schmiegt, so dass von unten kein Spritzwasser unter die Jacke geraten kann.

Die Abzeichen (Deutschlandflaggen auf den Schultern und Schriftzug „Deutsche Marine“) habe ich mit einem Nahttrenner (Affiliate Link) entfernt. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht in den Stoff sticht – aber mit ein bisschen Sorgfalt klappt das.

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Man sollte ihn eine Größe kleiner kaufen – trägt man L, bestellt man M. Ich bin 174 cm groß und wiege 72 kg und mir passt er in S.

Nicht so wichtig, aber trotzdem interessant: Die äußere Stoffschicht des Bordparka besteht aus feuerfestem Aramit. Kann vielleicht hilfreich sein, wenn man auf dem offenen Meer ist und einem der Spirituskocher anfängt zu brennen …

ich konnte mir so für ein Schnäppchenpreis von 40,– Euro einen Parka ergattern, für den ich neu bestimmt das zehnfache bezahlt hätte.

http://www.bundeswehrforum.de/forum/index.php?topic=45560.0

3.2 LFZ Parka Luftfahrzeugtechniker Bundeswehr

Im Prinzip der selbe Parka wie der Bordparka, nur in auffälligerer Farbe – was ja für viele aus Sicherheitsgründen einen Vorteil darstellt. In der Größe soll er anders als der Borparka aber entsprechend dem Label ausfallen.

Er wird noch günstiger verkauft als der Bordparka, hat leider aber häufig auffälligere Gebrauchsspuren, da er anscheinend häufig von der Feuerwehr eingesetzt wird. So sind auf dem hellen Gelb Rußflecken natürlich deutlicher zu sehen als Flecken auf dem dunkelblauen Bordparka. Wer damit leben kann, bekommt hier für 20 bis 30 Euro ein super Schnäppchen – vielleicht um ihn als Ersatzjacke auf dem Boot bereit zu halten.

3.3 Nässeschutzhose atmungsaktiv Brückenpersonal Deutsche Marine

3.4 British Royal Army Foul Weather Jacket

3.5 British Royal Airforce Foul Weather Jacket

3.6 Lagerung: Muffigen Geruch entfernen

Militär-Kleidung, egal ob neu oder gebraucht, riecht von der langen Lagerung häufig mehr oder weniger stark muffig. Der Muffige Geruch lässt sich nur schwer durch mehrmaliges Waschen entfernen. Ein hilfreicher Tip ist, der Wäsche Essig-Essenz, Natron oder Borax hinzuzufügen.

Wobei man unterscheiden muss, woher der Geruch stammt. Mein erster Bordparka roch leicht scharf mit einem in der Nase stechenden Geruch, der sich weder durch Essig, Natron, Borax oder Alkohol entfernen ließ. Hier handelte es sich um einen Mottenschutz auf Basis von Paradichlorbenzol oder Naphtalin. Diese Stoffe sind sehr wahrscheinlich krebserregend und lassen sich aber anscheinend durch eine chemische Reinigung entfernen, da diese auf Basis von Benzol reinigt, womit sich die beiden Chemikalien lösen lassen. Um die Funktion von GoreTex® zu erhalten muss man der Reinigung sagen, dass darauf geachtet wird, nur mit Kohlenwasserstoffen zu spülen.

Was auch helfen soll ist Wärme (Sonnenlicht, Heizung), da sich hier anscheinend die beiden Stoffe Naphtalin und Paradichlorbenzol zersetzen. Ich habe es aber nicht ausprobiert und den Parka zurückgesendet und von einem anderen Händler einen neuen gekauft.

Dieser roch leicht muffig und der Geruch ließ sich gut mit den Hausmitteln Natron etc. entfernen. Ich bin dabei wie folgt vorgegangen:

Bei einer Top-Lader-Waschmaschine geht es besonders einfach: Waschmaschine mit der schlecht riechenden Kleidung befüllen und mit normalem Waschpulver (am besten Feinwaschmittel) entsprechend der Waschanleitung auf der höchstmöglichen Temperatur waschen. Wenige Minuten nachdem die Wäsche angefangen hat und das Waschwasser komplett eingelaufen ist, die Wäsche unterbrechen und Natron (bzw. Essig-Essenz / Borax) hinzufügen. Danach den Deckel schließen und das Waschprogramm zu ende laufen lassen. Wenn möglich in der frischen Luft und im Sonnenlicht trocknen lassen.

Bei besonders hartnäckigem Geruch (z. B. wenn man Nikotin-Geruch entfernen möchte) soll es hilfreich sein, Essig-Esenz und Natron zu kombinieren. Ein weiterer Tip ist Isopropyl-Alkohol, z. B. kann man hierzu Enteiser-Spray für die Windschutzscheibe nehmen.

Auch soll eine chemische Reinigung helfen, da hier mit Benzol gewaschen wird und Paradichlorbenzol und Naphtalin sowie andere Kohlenwasserstoffe eben nicht wasserlöslich sind sondern benzollöslich.

Nochmal zu den von der Bundeswehr verwendeten Mottenschutzmitteln: Früher wurde hier Naphtalin eingesetzt, neuerdings p-Dichlorbenzol / Paradichlorbenzol. Beide Stoffe stehen im Verdacht, Krebs auszulösen, so bekamen Versuchstiere durch die Ausdünstungen u.a. Nasentumore und es gibt eine Studie, die zu dem Schluss kommt, dass mit Naphtalin behandelte Decken bei Kleinkindern den plötzlichen Kindstod auslösen können.

Anbei Links zum Thema:

http://de.wikihow.com/Modrigen-Geruch-aus-Kleidung-entfernen

http://www.bushcraft-deutschland.de/thread/5847-modergeruch-aus-gelagerten-militaerklamotten-entfernen/?s=edcf2f91ce738ea06cae46e3e0ec9e2cc9d3155c

Gore-Tex® Waschanleitung

Chemische Reinigung zum Entfernen von Mottenschutzmitteln

Mottenkugel-Geruch durch Wärme entfernen

4. Feuerwehr-Ausstattung

Für die Feuerwehr gibt es Jacken und Überhosen. Hierzu gibt es eine Norm (HuPF), die vorschreibt, dass die Hose brandhemmend sein muss, über Reflexstreifen verfügt, atmungsaktiv und wasserdicht ist (Gore-Tex®) und über Kniepolster verfügt. Dazu sind die Hosen auch mit Kevlar-Aufnähern an den Knien versehen.

Eine neue Feuerwehrhose ist dementsprechend teuer, aber bei eBay bekommt man günstig ausgemusterte Hosen oder auch Verkäufe von Feuerwehrleuten, die ihre in der falschen Größe gekauft haben.

Durch die Vorgaben der Norm kann man sicher sein, dass die Hosen hochwertig sind – man bekommt also extrem gute Überhosen für sehr wenig Geld.

Feuerwehr Überhose (Affiliate-Link zu eBay.de)

5. Günstiges (Discounter/No-Name/Decathlon) Material

https://www.decathlon.de/segel-latzhose-ozean-900-herren-id_8240053.html

6. Naturfasern

Interessant vor allem für Traditionssegler, wenn man auch die Optik an Deck an das Alter der Schiffe anpassen möchte, stellen Naturfaser dar. Erst im 20. Jahrhundert begannen sich Chemiefasern gegenüber Naturfasern bei Regenschutzbekleidung an Bord von Schiffen durchzusetzen. Bei der Marine dauerte dies sogar noch länger; der blaue Bundeswehrparka aus Baumwolle (ok – mit Synthetik-Futter) wurde erst Mitte der 1990er Jahre gegen atmungsaktives Mehrlagen-Laminat ausgetauscht.

6.1 Dufflecoat / Duffle Coat (Monty) / Schurwolle

Klassischer dicker Wollmantel mit Kapuze ursprünglich aus reiner Schurwolle, heute meist Mischgewebe mit Synthetikfasern, entstanden im 19. Jhd. in England. Wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der britischen Admiralität zur Standardausstattung auf britischen Kriegsschiffen. Wegen seines großen Erfolgs wenig später weltweit verbreitet: Siehe Gentleman’s Gazette und bis Mitte des 20. Jahrhunderts DIE Schlechtwetterkleidung der Wahl nicht nur auf Schiffen. Er wird auch „Monty“ genannt, da der englische WK2 Veteran Montgomery den Mantel im Afrika-Feldzug trug und bekannt machte.

Amazon Suche nach Dufflecoats [Affiliate-Link] – hier bekommt man u. a. auch den original Montgomery Dufflecoat.

6.2 Peacoat / Colani

https://www.gentlemansgazette.com/peacoat-guide-history-sizing-buy/

7. DIY

Es gibt durchaus Kritische Stimmen bezüglich der Atmungsaktivität von Gore-Tex und ähnlichen Produkten, daher ist es auch interessant, sich mit möglichen Alternativen in Richtung Naturfasern auseinanderzusetzen:

http://andrewskurka.com/2015/why-im-hard-on-gore-tex-the-king-of-hype-tm/

Aber auch Sympatex ist eine interessante Alternative:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/62017-Warum-kein-Sympatex

7.1 Schurwolle

Schnittmuster für einen Dufflecoat

7.2 Baumwolle

7.2.1 Textilien Ölen

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/6071-Wie-mache-ich-mir-eine-Oilskin-aus-nem-alten-Baumwollmantel

http://www.curbly.com/users/modhomeecteacher/posts/6857-real-oilcloth-and-how-to-make-it

7.2.2 Wachsen

Anleitung zum Auftragen des Wachses:

Amerikanischer Blog-Eintrag zum Wachsen eines Bundeswehr Parkas.

Wachs-Rezeptur:

Zutaten:

Bienenwachs bei Amazon [Affiliate-Link]

Paraffin bei Amazon [Affiliate-Link]

Terpentinöl bei Amazon [Affiliate-Link]

Leinöl bei Amazon [Affiliate-Link]

Natürliche Seife [Affiliate-Link zu amazon.de], um die gewachste Kleidung zu waschen, ohne das Wachs zu entfernen. Hierfür die Kleidung in kaltem Wasser per Hand waschen.

Auf meinem zweiten Blog habe ich noch weitere Artikel zum Thema Segeln und Boote geschrieben: