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Apple iPod Classic 6G / 7G 80GB 120GB 160GB Festplatte tauschen und Akku austauschen. Kontakte am Dock Connector reinigen

Hilfreiche Links:

Der iPod der 6. – beziehungsweise 7, – Generation war der letzte klassische iPod mit Klick-Wheel und mechanischer Festplatte. Er ist damit auch der letzte iPod, dessen Speicher man selber durch das Austauschen der Festplatte vergrößern kann.


Besserwisser-Wissen:

Die iPods mit Metall-Front sind die iPods der 6. Generation. Apple nennt nur diese iPods „Classic“. Nach Versionsnummern benannt, heißen sie iPod 6, iPod 6.1 und iPod 6.2.

Der iPod 6 kam in Silber und Schwarz, mit 80 GB (dünn) und 160 GB Kapazität (dick). Seine Seriennummer endet auf die Zeichen Y5N, YMU, YMV oder YMX.

IPod 6.1 (wird auch häufig als iPod 6.5 oder iPod 7 bezeichnet)  war in silber und grau erhältlich und hat im schlanken Gehäuse nur noch die 120GB Festplatte verbaut. Er ist der erste iPod, der Genius unterstützte. 

der iPod 6.2 (auch häufig als iPod 7G oder 6.5G bezeichnet) ist identisch zum iPod 6.1, bis auf die größere Festplatte, die nun eine Kapazität von 160GB, im weiterhin dünnen Gehäuse, hat.


Festplatte anstelle Flash-Speicher, kein W-LAN und ein App-Store ist auch nicht in Sicht – braucht man heutzutage eigentlich noch einen mp3-Player?

Wenn ich anderen Leuten meinen iPod zeige, sind diese häufig überrascht, wie groß und schwer dieser ist und dass sich in seinem Inneren eine Festplatte befindet, auf der „nur“ Platz für 120 GB ist. Klar, vergleicht man die Größe mit einer 64 GB mini-SD-Karte, erstaunt es schon, wie sehr innerhalb weniger Jahre der Platzbedarf für digitalen Speicher geschrumpft ist.

Trotzdem mag ich den iPod und bevorzuge ihn gegenüber anderen mp3-Abspielmöglichkeiten, wie Laptop oder Touchpad. Zum einen ist er einfach wunderschön gestaltet und eine echte Augenweide. Aber auch das Gewicht stört mich nicht – im Gegenteil, ich konnte mich bisher gerade aus Gewichts-Gründen nicht überwinden, den ipod mittels einem CompactFlash/SD-Card-Adapter mit einer Eigenbau SSD auszustatten.

Die größten Vorzüge des iPod sind aber zwei Dinge. Zum einen bietet er keine Ablenkung durch die reine Konzentration auf’s Musik-Abspielen. Kein W-LAN, keine Spiele (na gut, Breakout und zwei weitere – die gelten aber nicht wirklich), keine E-Mails, Whatapp-Messages, kein Facebook … Einfach nur pure Musik.

Klick-Wheel: ein geniales Bedienkonzept, das auch „blind“ funktioniert

Was aber noch mehr wiegt, ist das geniale Klick-Wheel, das seit dem Ipod Video der zweiten Generation noch mal durch die Blätter-Funktion durch das Alphabet auch für sehr große Musiksammlungen optimiert wurde. Das Trackpad ist durch seine Haptik zum Beispiel auch im Dunkeln – oder für Sehbehinderte – bedienbar. Versuch mal, dein iPhone in der Jackentasche zu bedienen.

Das Klick-Wheel ist wirklich eine tolle Erfindung. Je länger es „gedreht“ wird, desto schneller scrollt es durch die Titelliste. So lassen sich auch sehr lange Listen komfortabel und intuitiv durchsuchen. Allerdings kennt das System auch Grenzen. Gerade bei gut gefüllten iPods mit 40GB und mehr wird die Bedienung sub-optimal. Daher führte Apple die sogenannte Suchfunktion ein: Wird das Scrollrad längere zeit in eine Richtung gedreht, fängt man an durch das Alphabet zu scrollen. Bleibt man stehen, kann man in die andere Richtung wieder zurück durch das Alphabet wandern.

Genius – ideal zum entspannten Genießen großer Musik-Sammlungen

Ein weiteres Manko großer Musik-Sammlungen ist, dass man irgendwann nicht mehr alle Titel abspielt, da man sich einfach nicht in der Menge der Musik zurechtfindet. Hierzu hat Apple die interessante Funktion Genius in iTunes implementiert: Wenn Genius eingeschaltet wird, erstellt iTunes anhand des momentan laufenden Liedes eine Tracklist mit „ähnlichen“ Stücken. Man kann sich so auf eine Entdeckungsreise durch seine Audio-Mediathek begeben.

Die so erstellten Wiedergabelisten lassen sich wie gewohnt auf den iPod transferieren. Richtig Spass macht es aber ab den iPods der 7. Generation (offiziell handelt es sich um Generation 6.2). Hier werden beim Synchronisieren des iPod die Genius-Daten auf den iPod übertragen. Es kann nun die Genius-Playlist direkt auf dem iPod erstellt werden.

Wo wir schon mal beim Thema „große Musiksammlungen“ sind: der iPod Classic ist nach wie vor Apples Gerät mit der größten Speicherkapazität – dazu der letzte iPod, in dem sich der Speicher nachträglich erweitern lässt – versuch mal, einen iPod Touch (oder iPhone) mit Deiner kompletten Musik-Bibliothek zu bespielen – hier ist bei 64GB Schluss, wenn nicht vorher schon das Bankkonto schlapp gemacht hat ;-).

Klangqualität – dank hochwertigem DA-Wandler von Wolfson über jeden Zweifel erhaben

Der Digital-Analog-Wandler (DA-Wandler/DAC) – also das Bauteil, dass die digitalen Audio-Dateien in analoge Schall-Signale umwandelt – des iPod wird in audiophilen Kreisen kontrovers diskutiert. Einige finden ihn erstklassik, andere verbesserungswürdig. Das klingt jetzt erstmal suboptimal. Bei diesen Diskussionen ist aber zu bedenken, dass hier Leute diskutieren, die sich Cinch-Kabel für 100,– Euro kaufen und darüber beklagen, dass ihre 4.000,– Euro Lautsprecher klanglich nicht ganz auf der Höhe sind und wünschen, sie könnten irgendwie die 20.000,– Euro für die nächste Liga im Boxen-Himmel aufbringen.

Man kann also getrost sagen, dass es sich hier um Diskussionen über den allerbesten Qualitätsstandard handelt. Wird hier also überhaupt über den iPod diskutiert und dieser als „verbesserungswürdig“ angesehen, bedeutet dass eben, dass er klanglich auf jeden Fall im höchsten Bereich mitspielt – einen Tick noch höher als die iPhones, in denen die DA-Wandler von Cirrus verbaut werden – auch im aktuellen iPhone 6. Aber auch die sind noch gut, mir als etwas anspruchsvollerem Durchschnittshörer genügt die Qualität beider Geräte vollkommen. Und mal ehrlich, was ist denn nicht „verbesserungswürdig“?

Vergleiche ich allerdings die Qualität des iPod direkt mit dem Klang, der aus meinem Android Tolino Tab 7 kommt, hört man sofort den klanglichen Unterschied. Auf iPod und iPhone klingt mit etwas besseren Kopfhörern alles sehr präzise, Stimmen, Instrumente lassen sich gut differenzieren, auch bei hohen Lautstärken – auf dem Tolino Tablet wird alles etwas breiig – Gitarren versumpfen, aber auch elektronische Musik (Depeche Mode – World in my Eyes) wird unsauber, alles wird etwas sanfter, unklarer – und das, obwohl die Klangeigenschaften des Tolino Tab 7 in Rezensionen allgemein sehr gelobt werden. Ich empfehle dazu, sich einmal das Intro von World in My Eyes (Affiliate-Link) auf den verschiedenen Geräten anzuhören. Auf dem iPod wird man Dave Gahan wörtlich nehmen, wenn er singt: „Let me take you on a Trip …“.

Digitales Dock – oder gleich direkte digitale Tonabnahme durch den Receiver.

Wem allerdings die Klangqualität seines iPod oder iPhones nicht ausreicht, der kann sich ein digitales Dock besorgen. Dabei handelt es sich um ein Dock, das direkten Zugriff auf die digitalen Klangdaten hat (ist leider nicht mit dem Standard-Dock möglich). Diese digitalen Daten können dann direkt z. B. über einen optischen Eingang an einen digitalen Receiver weitergereicht werden. Werden die Audio-Files dann noch als unkomrimierte / verlustfreie Audio-Daten abgespeichert, gibt es nicht mehr viel, was sich an der Tonqualität verbessern lässt.

Auf dem Gebrauchtmarkt findet man hierzu zum Beispiel das Onkyo ND-S1. Entweder wird dieses direkt am digitalen EIngang des Receivers angeschlossen. Wer noch analog „arbeitet“ braucht noch einen zwischengeschalteten DA-Wandler.

Noch einfacher machen es einem die AV-Receiver von Pioneer, die zum Teil direkt über einen digitalen Zugang für iPhones und iPods verfügen. Ein Kandidat ist hier der Pioneer VSX-924-K.

Dass das Konzept digitaler Audioplayer mit Festplatte und ohne Apps und W-LAN durchaus noch aktuell ist, zeigen die Geräte von FiiO. Hierbei handelt es sich um Audio-Player, die auf die Ansprüche der audiophiler Musik-Konsumenten ausgerichtet sind: FiiO Alternativen / Ergänzungen zum iPod für Audiophile und Klangverbesserer (Affiliate-Link).

Damit Ihr besser einschätzen könnt, wie ich mich klanglich einordne. Ich bin schon ganz zufrieden mit dem Klang meiner Sony MDRXD150B On Ear Kopfhörer und AKG Acoustics In-Ears (Affiliate-Link).

Gerne würde ich auch einmal hören, was für Unterschiede mich mit den edlen Shure 535 (Affiliate-Link) erwarten würden – ich lasse es aber lieber da ich befürchte, danach nicht mehr glücklich zu sein – entweder mit dem Klang meiner Kopfhörer oder dem Loch von knapp 500,– Euro in meinem Portemonaie ;-).

Eher werde ich mich wahrscheinlich mal an diesen RHA MA600i in-Ears vergreifen, die von den Rezensionen her ausgezeichnete Klangeigenschaften nur ein bis zwei Ligen unter den Shure 535 bieten.

Anleitung zum Öffnen des iPod Classic, um Festplatte und Akku zu tauschen

Bevor Du anfängst, den iPod auseinander zu nehmen, möchte ich noch was zum Thema Statische Aufladung erklären.

Du kennst bestimmt das Phänomen, dass Du etwas leitendes (Metall oder eine andere Person) anfasst und dabei „eine gewischt bekommst“ – ein kurzer elektrischer „Knack“ und ein unspektakulärer stechender Schmerz gehen häufig damit einher.

Dieser elektrische Schlag kommt daher, dass sich unser Körper gegenüber der Umgebung leicht elektrostatisch aufladen kann. Gerade wenn wir Kleidung mit synthetischen Garn-Anteilen (jedes dehnbare Gewebe wie T-Shirts, Kapuzenpullis, aber auch Schuhe mit Gummi-Sohle oder Teppichboden) können dazu führen, dass sich unser Körper auflädt. Ist die Luft dazu noch recht trocken, kann der Strom nicht abgeleitet werden und entlädt sich, sobald wir etwas leitendes/geerdetes anfassen.

Nun ist es in dem oben beschriebenen Fall ziemlich eindeutig, dann hier fließen Ströme mit mehreren tausend Volt. Demgegenüber stehen haufenweise ähnliche Entladungen mit deutlich geringeren Strömen (im Bereich von ca. einhundert Volt), die wir gar nicht mitbekommen.

Bedenkt man, dass die Bauteile auf der Platine des iPod auf Ströme im Bereich von unter 12 Volt ausgelegt sind, ist es logisch, dass ein elektrostatisch geladener Mensch, der den iPod reparieren möchte, schnell mal ein paar ICs (Integrierte Schaltungen) auf der Platine des iPod ins Nirvana befördern kann.

Ich empfehle daher auf jeden Fall für eine Entladung zu sorgen. Man kann es so machen, dass man z. B. das blanke Metall eines Heizkörpers oder die Rückwand eines Desktop-PCs anfasst, bevor man mit der Arbeit beginnt. Ganz sicher kann man aber sein, wenn man ein Armband trägt, dass die elektrische Spannung permanent an einer geerdeten Stelle ableitet.

Ich trage dabei das folgende Armband:

Antistatik-Band antistatisch Armband Erdung Erdungsband Handgelenk Strap NEU (Affiliate-Link)

Hier eine eBay-Suche nach antistatischen Armbändern (Affiliate-Link)

Wer ganz sicher sein will, kann dazu noch auf einer isolierenden Gummi-Unterlage arbeiten. In professionellen Werkstätten ist dies der Standard-Spannungsschutz, den man zuhause für kleines Geld genauso effektiv gestalten kann.

Antistatik-Matten bei Amazon (Affiliate-Link)

eBay-Suche nach antistatischen Matten (Affiliate-Link)

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Der Anfang ist am schwersten. Es wird ein kleiner Spalt an der Seite des iPod benötigt, in den man mit einem sehr dünnen (0.5 mm) Plektrum hinein kommt.

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Bei meinem ersten Versuch hatte ich mit einem Skalpell Erfolg, allerdings ist mir dabei das Messer abgebrochen. Es geht aber auch mit einem iPod-Öffner-Werkzeug, wie man es auf dem nächsten Bild sehen kann. Das Werkzeug wird häufig zusammen mit Ersatz-Akkus verkauft, kann aber auch einzeln erworben werden.

Werkzeug zum Öffnen eines iPod – eBay-Suche (Affiliate-Link)

iPod-Öffner bei Amazon (Affiliate-Link)

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Mit einem sehr dünnen Plektrum kommt man sogar um die Ecken des iPod herum. Das Plektrum-Ähnliche-Werkzeug, dass häufig als Zusatz zu Ersatzteilen oder im Set mit Öffner-Werkzeugen verkauft wird, ist zwar an sich hilfreich, scheitert aber an solchen Ecken – es ist einfach zu starr und zu dick.

Ich habe mit diesem Plektrum-Set sehr erfolgreich schon verschiedene iPods ohne jegliche Spuren öffnen können:

Dunlop Tortex Standard Plektrum Set, 6 Stück, 0,5-1,14 mm (Amazon-Affiliate-Link)

Dunlop Plektrum Set 0,5 bis 1,14 mm bei eBay (Affiliate-Link)

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Wie man sieht, hat der hier gezeigte iPod extreme Abnutzungsspuren am Gehäuse. Wer möchte, kann für kleines Geld die vordere und hintere Schale gegen eine neue austauschen. Der iPod sieht danach aus wie neu.

eBay Suche nach iPod Classic Front Covers (Affiliate-Link)

eBay Suche nach iPod Classic Backcovers (Affiliate-Link)

Ist auch das Click-Wheel heruntergeritten, gibt es auch hierfür Ersatz:

eBay Suche nach iPod Classic Click Wheels

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An der oberen Kante ist es wichtig, das Plektrum nicht zu weit hinein zu schieben. An der hier gezeigten Stelle ist es kein Problem, aber links und rechts davon kann die Platine des iPod beschädigt werden.

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Ich rolle das Plektrum mehrmals an der Seite hinauf und hinab. Man muss geduldig vorgehen, dann bekommt man die meisten Clips auf.

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Man sieht, dass das Plektrum ziemlich viel Federn lassen muss.

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Hier habe ich mal solch einen Clip eingekreist. Aber ganz oben und ganz unten haben die Clips eine andere Form. Ich habe die unteren nicht aufbekommen, sie wurden beim Öffnen etwas verbogen, was man aber von Außen nicht sieht.

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Alle Clips oben und an der Seite – außer die beiden letzten ganz unten – sind nun offen, der iPod kann jetzt wie ein Scharnier auseinander geklappt werden. Das geht etwas schwer, aber nur Mut, die unteren Clips verbiegen etwas, können aber nachher wieder gerade gebogen werden.

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Den Deckel etwas schräg gedreht auf den iPod legen, um das Batterie-Kabel zu lösen.

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Dann den ipod wie ein Buch aufklappen, das Audio-Kabel verbindet noch die beiden Hälften.

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Mit dem Plektrum oder einem Fingernagel die Befestigung des Audio-Kabels lösen.

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Mit einer kleinen Zange die verbogenen Halte-Clips gerade biegen. Die Außenseite kann mit einem Tuch gegen Verkratzungen geschützt werden.

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Auf einer Tischkante die äußere Kante des Deckels wieder etwas nach Innen biegen, damit der Deckel später sauber schließt.

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Die Festplatte lösen:

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Man kann das Kabel auch direkt an der Festplatte lösen (hier zeige ich es an der bereits ausgebauten Festplatte).

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Beim Einsetzen einer neuen Festplatte muss man beachten, dass es sich um eine 1,8 Zoll Festplatte handelt. Die gibt es aber mit zwei verschiedenen Anschlüssen (Pin und ZIF) und in zwei verschiedenen Dicken (5 mm und 8 mm).

Die Classic iPod brauchen Festplatten mit ZIF-Anschluss, genauso wie der iPod Video. Die alten iPods (1G bis 4G/Photo/Color) brauchen Festplatten mit Pin-Anschluss.

Der erste iPod Classic kam mit 80 GB und 160 GB Festplatte. Diese 160 GB Festplatte ist 8 mm dick, sollte also mit einer 8mm dicken Festplatte ersetzet werden. Wird eine 5 mm Festplatte eingesetzt, kann es nötig sein, etwas zum Auffüllen der Lücke einzusetzen – z. B. ein Stück Pappe.

Umgekehrt kann ein 8 mm Hard Drive nicht in den schlanken iPod eingebaut werden. Auch wenn es auf den ersten Blick zu passen scheint, zerstört man sich so das Display.

Folgende 8mm dicken Festplatten funktionieren in den Classic iPods:

  • Toshiba MK6008GAH – 60 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK8009GAH – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK8010GAH – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK8009GAH – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK1011GAH – 100 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS120JB – 120 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK1626GCB – 160 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS161JQ – 160 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK2431GAH – 240 GB – ACHTUNG! nur iPod 6.2G

eBay Suche nach 8 mm dicken iPod Festplatten (Affiliate Link)

Diese 5 mm Festplatten passen in die Classic iPods:

  • Toshiba MK3008GAL – 30 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS040HB – 40 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS081HA – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS082HB – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK8022GAA – 80 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Hitachi HS12YHA – 120 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Samsung HS12YHA – 120 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK1231GAL – 120 GB – iPod 6G, 6.1G und 6.2G
  • Toshiba MK1634GAL – 160 GB – ACHTUNG! nur iPod 6.2G – wobei es auch Verkäufer gibt, die schreiben, dass die MK1634GAL in alle Classic iPods (80GB, 120GB, 160GB) passt.

eBay Suche nach 5 mm dünnen iPod Festplatten (Affiliate-Link)

Möchte man trotzdem ein 8 mm Laufwerk in einen schlanken iPod einbauen – zum Beispiel, weil  man einen iPod auf 240 GB aufrüsten möchte, bleibt einem noch die Möglichkeit, eine dickere Rückschale einzusetzen.

Dann passt auch der größere Akku.
Batterie für iPod Video 60-80GB/iPod Classic 160GB, 850 mAh (Amazon Affiliate-Link)

Die iPods mit der 5 mm Festplatte können leider nur den kleineren Akku einsetzen.
Batterie für iPod Video 30 GB/iPod Classic 80-120 GB 580 mAH (Amazon-Affiliate-Link)

eBay-Link zu Akkus für alle Größen. Hier dann in der Produktbeschreibung darauf achten, dass auch der passende Akku bestellt wird.

Auch hier droht wieder die Gefahr des Display-Bruchs, wenn ein zu dicker Akku eingebaut wird.

Zum Tauschen des Akkus diesen vorsichtig mithilfe des Plektrums anheben. Vorsichtig deshalb, weil man dabei leicht die Kabel des Kopfhörer-Anschlusses beschädigt.

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Zum Fixieren des Akkus wird häufig doppelseitiges Klebeband verwendet. Ich benutze lieber Fixogum. Das ist ein Kleber, der sich sehr leicht wieder lösen lässt. Du kennst ihn bestimmt von Zeitschriften, in denen z. B. Postkarten festgeklebt werden. Diese sollen zum einen gut halten, lassen sich aber auch lösen, ohne das Papier zu beschädigen.

Fixogum bei eBay (Affiliate-Link)
Fixogum bei Amazon (Affiliate-Link)

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Apple iPod Classic / Video / 5G Akku und Festplatte tauschen, Reparatur-Anleitung Modell A1136

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Der iPod Video, auch bekannt als iPod 5. Generation oder Classic 5G war das letzte iPod-Modell mit Click-Wheel, das in Weiß erhältlich war. Andererseits war es das erste Modell, das serienmäßig in Schwarz geliefert wurde und Videos abspielen konnte.

Auch änderte sich etwas Grundlegendes bei den Festplatten, die Festplatten waren nun nicht mehr mit dem Pin-Anschluss der Modelle 1 bis 4/Photo kompatibel. Ab jetzt wurden ZIF-Laufwerke (auch LIF-Laufwerke genannt) verbaut. ZIF steht hierbei für Zero Insertion Force (bzw. LIF für Low Insertion Force). Die Laufwerke hatten keine Steck-Kabel mehr, sondern die Kabel wurden in den Anschluss hineingelegt und dann verriegelt, ähnlich wie man das bereits von anderen Kabelverbindeungen auf den Platinen älterer iPod Modelle kennt.

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Erscheint der sad iPod auf dem Display kann davon ausgegangen werden, dass die Festplatte des iPod über den Jordan gegangen ist.

Es wird nun allerdings etwas komplizierter, denn ZIF ist nicht gleich ZIF. Es gibt verschiedenen Quellen im Internet zufolge drei verschiedene ZIF-Anschlüsse, von denen mindestens zwei beim iPod Video verbaut wurden. Ein dritter Anschluss wurde spätestens bei den iPod Classic (6G/7G) Modellen verwendet, es gibt aber auch Quellen, die schreiben, dass dieser Anschluss auch bei den Video-Modellen schon eingeführt wurde.

Ich unterscheide die Anschlüsse daher der Einfachheit-Halber in Video- und Classic-ZIF-Anschlüsse.

Die Video-ZIF-Anschlüsse sind sich sehr ählich, lediglich die Kontakte sind etwas länger. Die iPods mit Toshiba-Harddrives haben hier den Anschluss mit den kürzeren Kontakten, die Hitachi-Hard Disks die längeren Kontakte.

Die Toshiba-Kabel haben die Nummern 632-0337, 821-0386-03 oder 821-0728-01 aufgedruckt (die häufigsten Festplatten in den 5G/Video-Modellen).

eBay-Suche nach 632-0337, 821-0386-03 und 821-0728-01 (Affiliate Link)

Die Kabel mit den Nummern 632-0340 und 821-0387-03 passen für die Hitachi Festplatten (seltener).

eBay-Suche nach 632-0340 und 821-0387-03 (Affiliate Link)

Will man in einen iPod mit Hitachi Festplatte zum Beispiel ein Toshiba Hard Drive einbauen, benötigt man zusätzlich das entsprechende Kabel. Man bekommt die Kabel gelegentlich bei eBay.

Das Classic-ZIF-Kabel kam anscheinend nur in dem ersten 160 GB Classic (6G), mit der 8 mm dicken Festplatte zum Einsatz. Das Kabel hat eine fast rechteckige Form und es findet sich der Aufdruck 821-0546 darauf.

eBay-Suche nach 821-0546 (Affiliate Link)

Wie eben schon angeklungen, gibt es verschieden dicke Festplatten. Die mit den geringeren Kapazitäten sind 5 mm dick, die größeren 8 mm. Will man in einen iPod Classic Video, der eine 5 mm Platte verbaut hat, eine 8 mm Festplatte einbauen, benötigt man das größere Backcover/Rückgehäuse. Auch das bekommt man gelegentlich bei eBay.

Als der iPod Video am 12. Oktober 2005 eingeführt wurde, gab es zwei Modelle. Eines mit 30 GB, das andere mit 60 GB. Genau elf Monate später, am 12. September 2006, wurde die Kapazität des 60 GB Modells auf 80 GB erhöht.

Die iPods mit 30 GB haben eine 5 mm dicke Festplatte verbaut, die 60 GB bzw. 80 GB Modelle haben hingegen eine 8 mm dicke Festplatte und dementsprechend ein dickeres Rückgehäuse.

Die Dicke des iPods hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Festplatten, die eingebaut werden können, sondern auch auf die Batterien. So haben die iPods mit den größeren Hard Disks auch größere Akkus. Beim Tausch des Akkus ist also darauf zu achten, ob der Akku für das entsprechende Modell passt.

Welche Festplatte passt denn nun – und warum (nicht)?

Wie man sieht, ist das Thema Festplatten recht unübersichtlich, gerade wenn es darum geht, den Speicher von einem 30 GB Modell auf 80, 120, 160 oder gar 240 GB zu erhöhen. Die folgenden Modelle sollen meinen Recherchen zufolge im iPod Video laufen.

Festplatten für die flachen iPods Video 5G und 5.5G (30 GB)
  • Toshiba MK2008GAL – 20 GB – 5 mm
  • Toshiba MK3008GAL – 30 GB – 5 mm
  • Samsung HS030GB – 30 GB – 5 mm
  • Samsung HS040HB – 40 GB – 5  mm
  • Toshiba MK8034GAL – 80 GB – 5 mm
  • Toshiba MK8022GAL – 80 GB – 5 mm
  • Hitachi HS12YHA – 120 GB – 5 mm – Achtung! Hitachi-Anschluss-Kabel verwenden!
  • Toshiba MK1231GAL – 120 GB – 5 mm
  • Samsung HS08YHA – 80 GB – 5 mm
  • Samsung SpinPoint N2 (HS080HB) – 80 GB – 5 mm
  • Samsung HS12YHA – 120 GB – 5 mm Forums-Post
  • Toshiba MK1234GAL – 120 GB – 5 mm
  • Toshiba MK1634GAL – 160 GB – 5 mm Forums-Post
Festplatten für die dickeren iPods Video 5G und 5.5G (60 GB und 80 GB)
  • Samsung HS082HB – 80 GB – 8 mm
  • Toshiba MK6008GAH – 60 GB – 8 mm
  • Samsung HS081HA – 80 GB – 8 mm
  • Toshiba MK8009GAH – 80 GB – 8 mm
  • Toshiba MK8010GAH – 80 GB – 8 mm – Achtung! funktioniert nur im iPod 5.5G (erste Revision, ab ca. September 2006 – Identifizierung siehe unten)!
  • Toshiba MK1011GAH – 100 GB – 8 mm
  • Samsung HS120JB – 120 GB – 8 mm
  • Toshiba MK1214GAH – 120 GB – 8 mm – Achtung! funktioniert nur im iPod 5.5G (erste Revision, ab ca. September 2006 – Identifizierung siehe unten)!
  • Toshiba MK2431GAH – 240 GB – 8 mm

Die folgenden Laufwerke sollen nur in den iPod Classic 6. und 7. Generation funktionieren:

  • Toshiba MK1231GAL – 160 GB – 5 mm
  • Toshiba MK1626GCB – 160 GB – 8 mm
  • Samsung HS161jQ – 160 GB – 8 mm
  • Toshiba MK1224GAH – 120 GB – 8 mm
  • Toshiba MK8022GAA – 80 GB – 5 mm

Bite beachtet, dass ich mir viel Mühe bei der Recherche dieser Angaben gemacht habe, allerdings die Festplatten nicht alle vorliegen habe, also keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben geben kann.

Damit die Suche nach der passenden Festplatte nicht zum Geduldsspiel wird, habe ich Euch ein paar hilfreiche Links zusammengestellt, um die Festplatten bei eBay zu finden.

Alle passenden iPod Video 5G und 5.5G HDDs, 5 mm (Affiliate Link)

Alle passenden iPod Video 5G und 5.5G HDDs, 8 mm (Affiliate Link)

Alle passenden iPod Video 5.5G HDDs, 8 mm (Affiliate Link)

Lest bitte noch die jeweilige Produktbeschreibung oder fragt gegebenenfalls den Verkäufer, ob die Festplatte in Eurem iPod verwendet werden kann.

Allerdings habe ich feststellen können, dass die Verkäufer häufig etwas übervorsichtig sind, mit ihren Kompatibilitäts-Angaben. Eine schnelle Google-Suche mit der Festplattenbezeichnung und den Begriffen „iPod“, „Video“, „30GB“ spuckt schnell Erfahrungsberichte aus, von Nutzern, die diese Laufwerke erfolgreich (oder erfolglos) installiert haben.

Der Grund dafür, dass nicht alle Festplatten in allen Geräten funktionieren ist anscheinend nicht das entsprechende Anschlusskabel sondern viel mehr die Firmware der HDDs, die unterschiedliche Block-Größen definiert und gegebenenfalls von den verschiedenen iPod Modellen nicht verwendet werden kann.

iPod 5G, 5.5G – welchen hab‘ ich denn jetzt?!?

Wie man in der Liste oben sieht, ist die MK8010GAH Festplatte nicht mit dem iPod Video 5G kompatibel. Wie bekommt man nun heraus, ob man ein 5.5G oder 5G Modell hat? EIn Hinweis kann das Produktionsdatum sein.

Apple hat die erste Revision des iPod Video am 12. September 2006 vorgestellt. Es gibt eine Webseite, auf der man anhand der Seriennummer herausfinden kann, wann der iPod hergestellt wurde.

Da es nicht bekannt ist, wann genau auch die Produktion umgestellt wurde (irgendwann vor dem September auf jeden Fall), gibt es eine sicherere Methode, anhand der letzten drei Zeichen der Seriennummer die beiden Modelle voneinander zu unterscheiden. Apple selbst bietet hierzu eine Website zur Identifikation der Modelle anhand der letzten drei Stellen der Seriennummer.

Eine weitere Möglichkeit ist es, im iPod in das Menü „Einstellungen“ zu wechseln und hier den Punkt „Über“ aufzurufen. Hier findet sich neben der Seriennummer eine Modell-Nummer.

Folgende Modell-Nummern identifizieren den ersten iPod Video (5G):
  • MA002LL/A
  • MA003LL/A
  • MA146LL/A
  • MA147LL/A
  • MA452LL/A
Die folgenden Modelle sind die neueren Modelle der ersten Revision (5.5G):
  • MA444LL/A
  • MA446LL/A
  • MA448LL/A
  • MA450LL/A

Anleitung zum Öffnen des iPod Classic/Video/5G

_MG_0060_iPod_Classic_Video_5G_Plektron_Spalt_Vorderteil_Backcover_Rückdeckel
iPod im Ruhezustand, hold aktivieren und Plektron in den Spalt pressen.

Bevor der iPod geöffnet wird, ist es wichtig, diesen in den Ruhezustand zu versetzen. Hierzu die Play/Pause-Taste ein paar Sekunden gedrückt halten. Dann den iPod mit der Hold-Taste gegen unbeabsichtigtes wieder einschalten sichern.

Als nächstes mit einem Gitarren-Plektron in der Mitte der Oberseite in den Spalt zwischen vorderer und hinterer Abdeckung drücken. Dies ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Wichtig ist, dass das Plektron ziemlich hart ist. Ich bekomme es am besten mit einem 1 mm dicken Plektron hin. In vielen Anleitungen wird zum Öffnen des iPod ein spezielles iPod Werkzeug verwendet. Ich habe es damit nicht hin bekommen.

Gitarren Plektrons bei Amazon (Affiliate Link)

_MG_0061_iPod_Classic_Video_5G_Plektron_nach_unten_schieben
Plektron nach unten umklappen

Jetzt wird das Plektron  umgeklappt, sodass die Spitzen nach unten zeigt. Ein Zweites, dünneres Plektron wird nun dazu gesteckt und um die Kante herum geschoben.

_MG_0064_iPod_Classic_Video_5G_zweites_Plektron_Seite
Zweites, weiches Plektron dazu stecken und mit diesem die Kanten umrunden.

 

_MG_0065_iPod_Classic_Video_5G_Plektron_Kante
Das weiche Plektron ist perfekt zum umrunden der Kanten, ein hartes Plektron würde hier rausspringen.

Noch einmal um die untere Kante und der iPod ist offen.

_MG_0066_iPod_Classic_Video_5G_Rückdeckel_Backcover_gelöst
Ein empfindliches Kabel verbindet die beiden Hälften.

 

_MG_0080_iPod_Classic_Video_5G_Rückdeckel_zur_Seite_drehen

_MG_0081_iPod_Classic_Video_5G_Akku_Kabel_lösen

_MG_0069_iPod_Classic_Video_5G_Backcover_Rückseite_umklappen

_MG_0070_iPod_Classic_Video_5G_Festplatte_hochklappen

_MG_0071_iPod_Kabel_Audio_Hold_Button

_MG_0072_iPod_Kabel_Audio_Hold_Button_lösen_Plektron

_MG_0073_iPod_Classic_Video_5G_Festplatte_umklappen

_MG_0074_iPod_Classic_Video_5G_Festplatte_Halter_lösen_Plektron

_MG_0075_iPod_Classic_Video_5G_Festplatte_Kabel_Halter_gelöst

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Apple iPod Photo / Classic / Color / 4G Reparatur-Anleitung Festplatte tauschen / Upgrade mit Ersatzteilliste / Ersatzteile und Anleitung zum Öffnen des iPod Modell A1059 und A1099

Links zum Thema:

Mein erster iPod: Ein Flohmarkt-Fund

Im Sommer 2014 habe ich mir auf einem Flohmarkt meinen ersten iPod gekauft. Es war das Photo-Modell mit einer 30 GB Festplatte.

Das mag‘ auf den ersten Blick nichts besonderes sein, für mich hat sich dadurch aber einiges geändert. Dazu muss ich erklären, dass ich bereits seit 1991 Apple User bin. Der erste Mac, den mein Bruder und ich zusammen besaß war ein Mac SE Wrüfelmac, auf dem wir ein Musik-Fanzine gestalteten.

Als Grafiker habe ich seitdem nur mit Macs gearbeitet und nun könnte man annehmen, dass ich auch einer der ersten Käufer eines iPod hätte sein müssen. Bei mir war das aber nicht so, ich fand den iPod immer interessant, sah es aber nicht ein, ca. 300,– Euro für einen portablen Musik-Player auszugeben. Schließlich hatte ich ja einen Mac mit iTunes und meiner inzwischen digitalisierten Musik-Sammlung.

Digitaler Musik-Overdose

Jedoch muss ich auch sagen, dass ich durch die Digitalisierung  irgendwie den Bezug zum bewussten Musik-Hören verloren hatte. Während eine CD irgendwann zu Ende war, war man gezwungen, eine neue aufzulegen. Ich habe sogar einige Jahre in verschiedenen Kneipen als DJ gearbeitet, hier musste man sich alle paar Minuten darüber Gedanken machen, welches Lied man denn nun auflegt. ITunes stellte eine Umgewöhnung dar. Immer erst den Rechner hochzufahren, um Musik zu hören war irgendwie nervig, nach Feierabend war man auch froh, die Kiste mal aus zu haben und die damaligen Desktop-PowerMacs waren dazu laut (Lüfter) und die MacBooks musste man immer durch ein Kabel an den Verstärker fesseln. Hinzu kam, dass das Durchhören der Titel irgendwie beliebig wurde, wie oben erwähnt, war man nicht mehr gezwungen, sich intensiv mit der Musikauswahl auseinanderzusetzen. Kurz: ich konnte mich damit nie richtig anfreunden, das CD-Auflegen machte ich aber komischer weise auch immer weniger.

Man könnte meinen, dass durch ein Smartphone eine intensivere Beschäftigung mit der Musik stattfinden würde. Nun, ich  bin (noch) kein Fan von Apple-iPhones (sind mir zu teuer und haben zu wenig Speicher) und besitze auch erst seit gut einem Jahr ein Android-Smartphone. Aber hier hat mich das Medienkonzept nie wirklich überzeugt. Auch ist man wieder durch die begrenzte Speicherkapazität eingeschränkt, mein Smartphone hat einen Speicher von 16 GB.

iPod mit Klickwheel – Musikgenuss auf das Wesentliche reduziert

Nun nachdem ich mir den iPod gekauft hatte, wurde das anders. Ich erkannte, dass der iPod ein simples und geniales Konzept zur Auswahl und zum Abspielen von Musik verfolgte. Er reduzierte das digitale Musik-Hören auf das Wesentliche, gerade die originalen Klick-Wheel-Modelle ohne Touch-Screen und Video-Option, ohne ablenkendes W-LAN und Internet geben mir das Gefühl zurück, mich intensiver mit der Musik auseinanderzusetzen. Jetzt werde ich auch wieder in iTunes aktiv, pflege die mp3-Tags, erstelle (Genius)-Playlisten etc.

All das entdeckte ich also mit über 10 Jahren Verzögerung an dem alten iPod, den ich zunächst aber erst wieder zum Leben erwecken musste. Der Akku des iPod war inzwischen so alt, dass er nicht mehr die Spannung hielt. Ich bestellte auch gleich eine neue 30 GB Festplatte, da ich annahm, dass die auch kaputt sei. Dies war allerdings überflüssig, denn das der iPod sich nicht mehr wiederherstellen ließ, lag an dem fehlenden Original-Netzteil. Auch hätte ich mittels eines Adapter die Festplatte durch eine SSD aus CompactFlash- oder SD-Card tauschen können. Doch dazu später mehr.

Aus Alt mach Neu:
Tauschen der Festplatte und des Akku.

Kommen wir zunächst zur Anleitung zum Tausch der Festplatte und des Akkus.

Das Öffnen des Gehäuses stellt auf den ersten Blick die größte Hürde dar. Ich habe es zunächst mit einem iPod-Öffner versucht, war hier aber nicht erfolgreich und habe die Rückseite verdellt. Wenn man aber einmal den Dreh raus hat, ist es total easy. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit Gitarren-Plektrons viel bessere Erfolge beim Öffnen des Gehäuses habe.

Wichtig: Bevor wir loslegen, den iPod mit der Hold-Taste sperren.

Zunächst drücke ich links und rechts auf das Gehäuse, damit der Spalt sich minimal ausdehnt (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ;-). Dann drücke ich ein dickes Plektron (1 mm) in den Spalt zwischen Vorder- und Hinterseite des iPod auf Höhe des Kopfhöreranschlusses.

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Das Plektron oben in der Nähe des Kopfhöreranschlusses in den Spalt zwischen Kunststoff-Deckel und Metall-Rückseite drücken.

Dann stecke ich ein zweites (weiches) Plektron in den entstandenen Spalt und schiebe dieses um die Kurve herum (hin zum Hold-Schalter).

Jetzt an der langen Seite mit der Spitze des Plektrons in Richtung Rückseite das Plektron möglichst weit hereinschieben und langsam die lange Seite herunter arbeiten (ist auf den Bildern nicht so gut zu sehen – müsst ihr mal ausprobieren, ihr bekommt bestimmt ein Gefühl dafür).

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Mit einem zweiten Plektron die Verriegelung der Plastik-Oberschale lösen.

 

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Die Oberschale vorsichtig zur Seite klappen, um das Verbindungskabel nicht zu beschädigen. Mit einem Plektron oder dem Fingernagel kann das Kabel abgezogen werden.

 

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Das Anschlusskabel vorsichtig abziehen. Die Festplatte kann nun abgenommen werden.
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Die Gummipuffer schützen die Festplatte nicht nur vor Stößen sondern verhindern auch, dass das Metallgehäuse einen Kurzschluss auf der Platine auslöst.

Neben den Gummipuffern ist die Festplatte noch mit einer Schaumstoffschicht beklebt. Auf dem Bild oben sieht man davon noch Reste, da ich diese Schicht einfach mit der Hand abgezogen habe. Das funktioniert zwar, aber sauberer wird das Ergebnis, wenn man die Schaumstoff-Schicht mit einem Schaber abzieht.

Welche Festplatte passt in meinen iPod?

Zur Wahl der Festplatte: es gibt vier verschiedene Anschlüsse für die iPod-Festplatten und zwei verschiedene Größen. Der iPod Photo macht es einem aber noch leicht, denn hier muss lediglich die Dicke der Platte beachtet werden.

Im Detail: Es gibt Platten mit PIN-Anschluss. Das sind alle iPods von Generation 1 bis Generation 4 / Photo / Color.

Alle späteren iPods mit Click-Wheel (Video/5G und Classic/6G/6.1G/7G) haben keine Pins mehr sondern flache Kabel, die eingeklickt werden. Hier nennen sich die Anschlüsse ZIF, allerdings gibt es von denen drei verschiedene.

Zur Bauhöhe: Alle Platten haben einen 1,8 Zoll Durchmesser, jedoch gibt es dicke Platten mit 8 mm Dicke und dünne Platten, die 5 mm dick sind.

PIN-Platten mit 5 mm Dicke gibt es in Kapazitäten bis 30 GB. 8 mm dicke PIN-Platten haben eine maximale Kapazität von 80 GB. In den dickeren Laufwerken sind zwei Platten verbaut, daher die höheren Kapazitäten.

Wer nun einen dünnen iPod Photo hat (es sind die Modelle mit 20 GB und 30 GB) kann seinen iPod trotzdem mit einem größeren Speicher versehen. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Zum einen kann man die Rückschale tauschen. Die Rückschale eines 40 GB iPod 4G / Photo / Color kann auf alle 30 GB und 20 GB iPod 4g / Photo / Color getauscht werden – auch zwischen den Modellen. Dann lassen sich 8 mm Festplatten verbauen.  Das hat allerdings einen Nachteil: Die Seriennummer ist auf der Rückseite eingraviert. Nach dem Tausch ist der Pod also nicht mehr „original“. Außerdem wird er etwas schwerer und dicker.

Folgende Festplatten passen in die kleinen Ipods (bis 30 GB), die Festplatten sind 5 mm dünn:

  • Toshiba MK5004MAL – 5 GB
  • Toshiba MK5002MAL – 5 GB
  • Toshiba MK1003GAL – 10 GB
  • Toshiba MK1504GAL – 15 GB
  • Toshiba MK2006GAL – 20 GB
  • Toshiba MK2004GAL – 20 GB
  • Toshiba MK3006GAL – 30 GB
  • Toshiba MK4007GAL – 40 GB

eBay Suche nach dünnen (5 mm) Festplatten anhand der Modell-Nummern. (Affiliate-Link)

Diese Festplatten passen in die großen iPods mit 40 GB Festplatte, sie sind 8 mm dick:

  • Toshiba MK4006GAH – 40 GB
  • Toshiba MK6006GAH – 60 GB
  • Toshiba MK8007GAH – 80 GB

eBay Suche nach dicken (8 mm) Festplatten anhand der Modell-Nummern. (Affiliate-Link)

Bitte beachten! Es gibt anscheinend iPods der Vierten Generation, die maximal 60 GB nutzen können, auch wenn die Festplatte mehr Platz bietet. Ob der iPod Photo davon auch betroffen ist, weiß ich nicht. Man kann das Problem umgehen, wenn man eine alternative Firmware installiert (Rockbox).

Sollte jemand die 80 GB Platte verbaut haben, würde ich mich über eine Rückmeldung über die Kommentar-Funktion am Ende des Beitrages freuen, ob es geklappt hat oder nicht.

iPod Festplatte wechseln gegen einen Compact-Flash-Adapter – Eigenbau-SSD Upgrade im iPod

Die Zweite Möglichkeit: Es gibt Adapter, mit denen CF/CompactFlash Karten anstelle einer Festplatte in den iPod eingebaut werden können. Da CF Karten gerade in den hohen Kapazitäten (64 GB und 128 GB) viel teurer sind als SD Karten, kann es sinnvoll sein, sich dazu noch einen SD auf CF Adapter einzusetzen. Keine Angst, die Vielzahl der Adapter scheint kein Problem hinsichtlich der Kompatibilität zu sein. Ich selber habe es zwar noch nicht gemacht (habe es aber vor und werde dann berichten), es gibt aber Leuten, die es mit folgenden Teilen anscheinend erfolgreich hinbekommen haben – und zur Beruhigung gibt es ein 14tägiges Rückgaberecht:

 Verbrauchten Akku wechseln

Ein defekter Akku, der nicht mehr die Ladung hält, macht sich zunächst durch verkürzte Ladezyklen bemerkbar – der iPod muss öfter geladen werden.

Sinkt die Akku-Leistung extrem ab, kann es passieren, dass der iPod, selbst wenn er per USB-/Firewire-Kabel geladen wird, nicht mehr hochfahren kann. Das Apple-Logo erscheint, der Ladevorgang wird abgebrochen, bevor das Menü erscheint und der Bildschirm geht aus, einige Zeit später startet der iPod erneut. Das liegt daran, dass der iPod seine Energie aus dem Akku bezieht: Per USB wird der Akku geladen, der gibt seine Energie an den iPod ab. Wenn nun weniger Ladestrom in den Akku fließt, als der iPod verbraucht, wird der iPod immer wieder von der Energie-Zufuhr abgeschnitten. Was also auf den ersten Blick wie eine defekte Hauptplatine oder Software erscheint, kann an einem verbrauchten Akku liegen. Ein weiterer Grund kann aber auch ein Ladekabel mit Wackelkontakt sein.

Das Problem mit dem Ladekabel lässt sich ja recht einfach eingrenzen (anderes Kabel versuchen, anderen iPod am selben Kabel ausprobieren). Aber auch der Akku-Tausch ist schnell gemacht und ein Ersatz-Akku ist inzwischen nicht teurer als ein neues USB-Kabel.

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Unter der Festplatte befindet sich der Akku, den man jetzt auch noch austauschen kann.

 

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Das Anschlusskabel des Akkus herausziehen.

Als nächstes müssen zwei Schrauben gelöst werden. Ich verwende nur hochwertige Schraubendreher mit gehärteter Spitze. Lieber investiere ich ein paar Euro in gute Schraubendreher als mit schlechtem Werkzeug den iPod komplett zu ruinieren. So macht das Reparieren auch mehr Spass und man macht es öfter – auch mit anderen Geräten. Was zur Folge hat, dass sich der Schraubendreher schnell mehr als bezahlt macht.

Amazon-Link zu Torx 6 Schraubendrehern (Affiliate Link)

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Jetzt wird ein Torx T6 Schraubendreher benötigt.

 

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Die beiden T6 Schrauben lösen, um die grüne Platine an der linken Seite etwas hoch zu ziehen und das Akku-Kabel herausziehen zu können.

 

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Mit einem flachen Schraubenzieher den Akku vorsichtig heraushebeln. ACHTUNG: nicht mit dem Schraubenzieher in den Akku stechen, der Akku kann sonst explodieren. Lithium Ionen Akkus sind äußerst anfällig; werden sie zerstochen, kurzgeschlossen oder beschädigt, explodieren sie sehr leicht.

Akku für den iPod 4G / Photo / Color / U2 (Amazon Affiliate-Link)

iPod Wiederherstellen – der iPod verlangt Apple-Saft

Das Problem: Nach Tausch des Akkus und der Festplatte muss der iPod wiederhergestellt werden. Das geschieht über iTunes. Allerdings muss der iPod nach dem Wiederherstellen an eine externe Stromquelle angeschlossen werden. Zunächst dachte ich, das liegt daran, dass das originale iPod Netzteil für die iPods von Generation 1 bis 4 12 Volt Spannung bereitstellt, anstelle der 5 Volt, die der USB-Standard liefert. Tatsächlich funktioniert es auch mit dem aktuellen original Apple-iPod-Ladegerät mit 10 oder 12 Watt Leistung. Aber auch der Anschluss an den Firewire Port meines PowerMac G5 und meines MacBook Pro 2010 (hier mit Adapter) funktionierte problemlos als Stromquelle.

iPod Wiederherstellen Schritt für Schritt

Zuerst wird der iPod mittels FireWire oder USB Kabel am Rechner angeschlossen. Dann iTunes starten. Der iPod sollte nach ein paar Sekunden erkannt werden. Ist dies auch nach ca. 30 Sekunden nicht der Fall, versetze den iPod in den Disk-Mode.

Dafür schiebst Du die Hold-Taste in die Hold-Position und wieder zurück. Dann hältst Du die „Menu“ Taste und die mittlere Taste („Auswahl“) ca. 6 Sekunden gedrückt. Jetzt erscheint das Apple-Logo (Du hast gerade einen Reset des iPod durchgeführt).

Sofort im Anschluss, noch während das Apple-Logo erscheint, drücke die Auswahl- und Play/Pause-Taste fuur ca. sechs Sekunden. Der iPod sollte nun anzeigen, dass er sich im Disk-Mode befindet.

Wurde der iPod nun endlich in iTunes erkannt, wähle unter dem Punkt „Übersicht“ den Button „Wiederherstellen“ aus.

Bild 1
In iTunes „Wiederherstellen“ anklicken.

 

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Während dem Wiederherstellen über iTunes zeigt der iPod das gewohnt „Do not disconnect“ an.

 

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Nach dem Wiederherstellen muss der iPod Photo mit dem original Apple Ladegerät aufgeladen werden. Ansonsten erscheint ständig das Zeichen, den iPod mit dem Wall Plug aufzuladen.
Auch iTunes gibt die Meldung aus, dass der iPod nun an ein Netzteil angeschlossen werden muss.
Auch iTunes gibt die Meldung aus, dass der iPod nun an ein Netzteil angeschlossen werden muss.

Wird der iPod über das Ladegerät eines nicht Apple Smartphones geladen, funktioniert es auch nicht. Wahrscheinlich sendet das Ladegerät noch ein Steuersignal, welches dem iPod signalisiert, dass es nun an einer Steckdose hängt.

_MG_0106_iPod_Photo_Wiederherstellen_Fortschrittsbalken_MG_0106
Wurde der iPod mit einer korrekten FireWire Schnittstelle verbunden, zeigt der hier etwas schlecht erkennbare Fortschrittsbalken unter dem Apfel-Logo, dass der zweite Teil der Wiederherstellung läuft.

 

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Das FireWire Netzteil der iPods bis zur 4. Generation (inkl. Photo) ist zur Wiederherstellung notwendig, verfügt der Rechner nicht über einen geeigneten FireWire Anschluss.

 

Der iPod Photo / 4G ist der letzte iPod, der eine externe Stromquelle zur Wiederherstellung benötigt. Bereits der iPod Video / 5G kann auch über einen USB-Anschluss wiederhergestellt werden.

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