Alle Beiträge von ki san

Erstellen einer App mit supabase und ionic – 2. Datenbank: Tabelle definieren

Um Daten zu speichern, benötigen wir eine Datenbank mit verschiedenen Tabellen. Jede Tabelle ist dabei der Platzhalter für alle Instanzen eines Objektes.

Wir möchten eine App zum Tracken von Haushalts-Ausgaben bauen. Daher benötigen wir zunächst eine Tabelle zum Speichern der einzelnen Ausgaben.

Eine Ausgabe hat dabei folgende Eigenschaften:

id – eine eindeutige Kennzeichnung

name – Name der Ausgabe

project_id – dies ist die eindeutige id des übergeordneten Projektes, zu dem die Ausgabe gehört

Wert – die Höhe der Ausgabe, wobei ein Wert von 100 1,00 Euro entspricht

date_of – Datum, wann die Ausgabe entstand.

Dies ist der SQL-Befehl zum Erstellen der Tabelle. Die Anweisung as Identity hinter id stellt sicher, dass die id eindeutig ist.

create table expenses (
id bigint generated by default as identity primary key,
name text check (char_length(name) > 0),
project_id bigint not null,
value int,
date_of timestamp not null
);

project_id soll sich auf ein Übergeordnetes Projekt beziehen, allerdings existiert noch keine Tabelle mit Projekten, weshalb wir die Beziehung hier noch nicht herstellen. Wir werden später noch folgende Ergänzung hinzufügen:

project_id bigint references projects on delete cascade  not null

Um supabase nun dazu zu bringen, die Tabelle im Backend anzulegen, werden sogenannte Migrations oder Migrations-Dateien angelegt. Das hat den Vorteil, dass wenn wir das System auf eine andere Umgebung bringen – zum Beispiel von der lokalen Entwicklung-Umgebung, die auf unserem lokalen Rechner läuft, auf eine Produktiv-Umgebung, werden bei dem Deployment diese Migrationen automatisch ausgeführt und somit die Datenbank-Tabellen auch auf der neuen Umgebung angelegt.

Bei professioneller Software-Entwicklung gibt es natürlich noch mehr Umgebungen, wie zum Beispiel eine im Intranet verfügbare Entwicklungs- und eine Stageing- oder Testing-Umgebung, über die kollaborativ an der Software gearbeitet werden kann.

Für unser Projekt verwenden wir aber nur eine lokale Entwicklungs-Umgebung. Später werde ich dann noch zeigen, wie diese lokale Umgebung dann in Produktion gehen kann, damit wir sie global verfügbar machen können.

Um ein Migrations-File anzulegen, benötigen wir folgenden Befehl:

supabase migration new create_expenses_table

Wir finden die neu erstellte Datei unter supabase/migrations/<timestamp>_create_expenses_table.sql.

Hier fügen wir nun unseren SQL-Befehl von oben ein und speichern die Datei.

Der folgende Befehl führt dazu, dass alle Migrationen ausgeführt werden:

supabase db reset

Jetzt können wir im Dashboard die neue Tabelle sehen:

http://localhost:54323/project/default/editor

Datenbank mit Inhalt füllen

Wir können die Datenbank initial mit Daten befüllen. Dazu können wir folgenden Befehl in der Datei supabase/seed.sql einfügen:

insert into
public.expenses (name, value, project_id, date_of)
values
(‚Benzin‘, 10000, 1, ‚2022-02-25 15:37:39‘),
(‚Supermarkt‘, 5000, 1, ‚2022-02-25 15:37:39‘),
(‚Miete‘, 20000, 2, ‚2022-02-25 15:37:39‘),
(‚Essen gehen‘, 3000, 2, ‚2022-02-25 15:37:39‘);

per supabase reset wird dann auch dieser SQL-Befehl angewendet.

Erstellen einer App mit supabase und ionic – 1. Einrichten der lokalen supabase Instanz

Da wir möglichst unabhängig sein wollen, von einer Internetverbindung und unser System testen können möchten, ohne dass uns ein eventuell unzuverlässiges System dabei behindert, ist es hilfreich, eine lokale Instanz von supabase zu installieren.

Dazu benötigen wir unter macOS/Linux Homebrew. Unter Windows brauchen wir Scoop.

Als nächstes wählen wir das Verzeichnis aus, in dem wir unsere App entwickeln möchten. Dort geben wir folgenden Befehl ein.

macOS/Linux:

brew install supabase/tap/supabase

win:

scoop bucket add supabase https://github.com/supabase/scoop-bucket.git
scoop install supabase

Als nächstes benötigen wir Docker Desktop, da supabase in einem lokalen Docker-Image ausgeführt wird.

Immer noch in unserem Projekt-Verzeichnis, geben wir folgenden Befehl ein:

supabase init

Wir sehen nun, dass in ein neues Verzeichnis supabase erstellt wurde.

Um supabase zu starten, tippen wir:

supabase start

Nachdem wir nun gewartet haben, dass der supabase Docker-Container heruntergeladen und gestartet wurde, sehen wir im Terminal eine Übersicht über die Adressen der verschiedenen Komponenten, aus denen supabase besteht

Um die Benutzeroberfläche der lokalen Instanz im Browser zu öffnen, interessiert uns die Studio URL:

http://localhost:54323/

oder

http://127.0.01:54323

mit

supabase stop

kann die Ausführung der lokalen Instanz wieder beendet werden.

Im nächsten Artikel schauen wir uns an, wie wir mit supabase unsere Daten in einer Datenbank speichern können.

Erstellen einer App mit supabase und ionic

supabase ist eine Open Source basierte Alternative zu Firebase. Das Framework bietet eine All-In-One Backend-Lösung mit Datenbank, Authentifizierung und Geschäftslogik in Form von einzelnen unabhängigen Funktionen, die per REST-Schnittstelle angesprochen werden können.

Als Datenbank wird POSTgres verwendet, das durch die integrierte Row Level Security die Autorisierung des Daten-Zugriffs sicherstellt.

Die Nutzer-Authentifizierung unterstützt Single Sign On und eine Vielzahl an Anmelde-Verfahren, wie zum Beispiel Login via Magic-Link oder Telefon.

Ich werde in einer Folge von Artikeln Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur App-Entwicklung mit dem Tech-Stack supabase, ionic und Angular erstellen.

Hier geht es zum nächsten Teil: Einrichten der lokalen supabase Instanz.

Tauchcomputer

Der Tauchcomputer ist meiner Meinung nach das erste Ausrüstungs-Teil, das sich anzuschaffen lohnt, am besten schon vor dem Beginn des Kurses.

Auch wenn Ihr vorhabt, nur im Urlaub zu tauchen und Euch keinerlei eigenes Equipment anzuschaffen, solltet Ihr überlegen, zumindest einen eigenen Tauchcomputer mitzunehmen.

Zum Einen braucht es eine gewisse Eingewöhnung, bis ihr Euch auf Eurem Tauchcomputer zurechtfindet. Jeder Tauchcomputer ist ein bisschen anders in der Nutzung und gerade als Anfänger überfordert es schnell, wenn sich das Modell jeden Urlaub oder an jeder Tauchbasis ändert – womöglich noch bei jedem Tauchgang, was gerade beim Open-Water-Diver der Fall sein kann.

Als ich meinen SSI-OWD Kurs gemacht hatte, war es sogar so, dass ich nur an einem einzigen Tauchgang einen Computer zur Verfügung hatte – das Brevet verlangt zur Zertifizierung einen einzigen Tauchgang mit Tauchcomputer. Hier wäre es sinnvoll gewesen, hätte ich an jedem Tauchgang einen Computer dabei gehabt, um mich im Umgang damit einzugewöhnen.

Eine weitere wichtige Funktion eines Tauchcomputers ist, die Entsättigung des Gewebes zwischen den Tauchgängen zu monitoren und nicht zuletzt die No Fly Time nach dem letzten Tauchgang zu überwachen.

Worauf sollte beim Kauf eines Tauchcomputers geachtet werden?

Jeder Tauchcomputer zeigt natürlich die aktuelle Tiefe, die beim Tauchgang maximal erreichte Tiefe, die verbleibende Zeit für einen Nullzeit-Tauchgang und Wassertemperatur an. Hinzu kommen die Anzeige der Temperatur und die Möglichkeit, die Einheiten von metrische auf amerikanische umzustellen. Auch eine beleuchtete Anzeige ist inzwischen Standard.

Auch wenn Anfänger – und auch viele Erfahrene Taucher – auf die Berechnung von Nitrox-Tauchgängen verzichten können, gibt es kaum noch einen Tauchcomputer, der keine Umstellung auf mit Sauerstoff angereicherte Luft anbietet.

Eigentlich alle modernen Tauchcomputer bieten zudem die Möglichkeit, sie in einen Gauge-Modus, geeignet für das Apnoe-Tauchen, zu versetzen.

Tauchcomputer für technisches Tauchen ermöglichen die Definition verschiedener Gas-Mixe, inklusive Helium, um während eines Tauchganges auf verschiedene Flaschen umzustellen. Ein Feature, dass definitiv nicht auf der Must-Have-Liste selbst des ambitioniertesten Tauchanfängers steht und auch die Mehrheit erfahrener Taucher wird solch ein Feature in ihrem Taucherleben nicht vermissen.

Ein weitere Frage ist, ob der Tauchcomputer Luftintegriert sein soll oder nicht. Das bedeutet, dass der Computer den aktuellen Füll-Druck der Flasche ablesen und verarbeiten kann – entweder per Schlauchverbindung oder mittels eines Funksenders. Eine Glaubensfrage – zum Einen bekomme ich als Taucher mehr Informationen. Dagegen spricht, dass ein Sensor oder Schlauch nur einen weiteren möglichen Point-Of-Failure darstellt.

Schön ist es auch, wenn der Tauchcomputer mit dem eigenen Rechner oder Smartphone verbunden werden kann, entweder per Bluetooth oder USB, zum Beispiel um die Tauchgänge in Subsurface nachzubereiten.

Tatsächlich sind fast alle diese Features für einen Anfänger ziemlich überkandidelt – aus meiner Sicht ist vor allem die folgenden Punkte entscheidend:

Batterie kann selber getauscht werden oder ist wiederaufladbar.

Es ist nicht nur Zeit- und Kostenintensiv, wenn der Tauchcomputer regelmäßig beim Händler abgegeben werden muss, um die Batterie zu tauschen. Auch kann es sehr ärgerlich sein, wenn während eines Tauchurlaubs die Batterie versagt und der Computer für ein paar Tauchgänge ausfällt – oder noch schlimmer für den Rest des Urlaubs, da das Modell nicht vom lokalen Dive Center gewartet werden kann.

Kann die Batterie selbst getauscht werden, gibt es dieses Probleme nicht – vorausgesetzt eine Ersatzbatterie und O-Ring sind dabei.

Armband kann getauscht werden

Viele Tauchcomputer haben ein fest installiertes Armband oder eine Befestigung, die nicht kompatibel ist mit normalen Uhrenbändern. Durch das Salzwasser und die Sonneneinstrahlung werden Silikonarmbänder häufig von einem auf’s andere Mal porös und brechen. Es wäre Verschwendung, wenn ein gut funktionierender Tauchcomputer nicht mehr verwendet werden kann, nur weil es keinen Ersatz für das gebrochene Armband gibt.

Aber welchen Tauchcomputer soll ich nun konkret kaufen

Ich versuche hier eine Übersicht über aktuelle Einsteiger-Modelle und günstige Schnäppchen die man mit älteren gebrauchten Geräten machen kann zu geben.

Vorgestellte Modelle:

Cressi Leonardo

Der wahrscheinlich am häufigsten anzutreffende Tauchcomputer bei Einsteigende und Urlaubs-Tauchenden.

Wichtigste Features: Tiefenmessung bis 120 m / 393 ft, Batterie kann selber getauscht werden, Armband ist austauschbar, allerdings nur mit speziellen Cressi-Armbändern. Aufgrund der großen Verbreitung sollten diese aber noch viele Jahre verfügbar sein. Großes, gut ablesbares Display mit Beleuchtung. Nitrox bis 50 % Sauerstoff.

Neupreis um ca. 200,– Euro (Affiliate Link)

Ein Datenkabel zum Auslesen des Dive Logs am Computer muss extra gekauft werden und kostet noch einmal gut 90,– Euro. (Affiliate Link)

Bei eBay wird die Batterie zusammen mit einem neuen O-Ring und passendem Gehäuse-Verschluss verkauft (Affiliate-Link). Da ich den Cressi Leonardo nicht selber besitze, weiß ich nicht, ob der Deckel bei jedem Batterie-Tausch auch gewechselt werden muss. Wenn ja, wäre das für mich schon fast ein Ausschluss-Kriterium. Vielleicht kann ja jemand seine Erfahrungen dazu mitteilen – über einen Kommentar freue ich mich.

Mares Puck Pro

Ein weiterer robuster Tauchcomputer für Einsteiger. Der mares Puck Pro bietet ein großes, übersichtliches und gut ablesbares Display, das allerdings etwas kleiner ist, als das vom Cressi Leonardo.

Nitrox und Apnoe Modus sind verfügbar und als besonderes Feature kann während des Tauchens zwischen zwei verschiedenen Gasen umgestellt werden – was normalerweise nur teure Modelle für das Tec Tauchen können.

Außerdem kann die Tiefenmessung auf Süßwasser umgestellt werden und das Tauchen in Bergseen berechnet werden, zusammen mit den daraus resultierenden angepassten Null-Zeiten.

Positiv ist auch, dass der USB-Adapter zum Auslesen des Dive-Logs bereits dabei ist und nicht extra gekauft werden muss.

Der Mares Puck Pro hat außerdem den Vorteil, dass hier die Standard Lithium Batterie vom Typ CR2450 passt und selbst gewechselt werden kann.

Ebay Angebote von Mares Puck Pro Batterien inklusive O-Ring (Affiliate-Link).

Mares Puck Pro bei Amazon (Affiliate-Link).

Der Suunto Dive Zoop Novo ist der letzte von den drei populärsten aktuellen Einstiegs-Modellen, die ich hier vorstelle.

Suunto Dive Zoop Novo bei Amazon (Affiliate-Link).

Seemann XP 5 (Oceanic Veo 250)

Dieser Tauchcomputer ist das älteste hier vorgestellte Modell und dementsprechend nur noch gebraucht erhältlich, stellt dafür aber den günstigsten Einstieg in die Welt der Tauchcomputer dar. Er ist gebraucht mit etwas Glück schon für 30,– Euro zu haben.

Er bietet Nitrox bis 50 %, kann auch im Apnoe-Modus verwendet werden und die Batterie kann selber getauscht werden.

Hinzu kommt ein gut lesbares Display und einfache Menü-Führung. Auch ist das Display mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen, die allerdings häufig nach ein paar Jahren Gebrauch ausfällt. Aus meiner Sicht ist das kein Problem, da entweder genügend Licht vorhanden ist oder, wenn es so dunkel ist, dass ein beleuchtetes Display notwendig wird, eh eine Taschenlampe mitgeführt wird, mit der das Display leichter und schneller beleuchtet wird, als mit der Display-Beleuchtung.

Außerdem lässt sich das Armband gegen ein Standard-Armband in einer Breite von 25 mm tauschen, zum Beispiel gegen ein genügend langes NATO-Strap.

Passendes Armband bei Ebay kaufen (Affiliate-Link).

Was mir besonders gefällt ist, dass der Computer den Countdown für den Sicherheitsstop sofort startet, wenn auf die entsprechende Tiefe aufgetaucht wurde.

Leider ist der XP5 nicht zum Tauchen in Bergseen geeignet.

Neben der unzuverlässigen Hintergrund-Beleuchtung wird häufig die kurze Batterie-Lebensdauer bemängelt. Allerdings handelt es sich um eine Standard Lithium Batterie von Typ CR2450, die günstig auf Vorrat gekauft werden kann (Affiliate-Link).

Bei Ebay gibt es viele günstige Angebote von passenden Batterien inklusive neuem O-Ring (Affiliate-Link).

Zum Verbinden mit dem Rechner wird ein zusätzliches Datenkabel benötigt, das leider kaum noch zu bekommen ist. Es kann auch das Datenkabel vom baugleichen Oceanic Veo 250 bzw. von den kompatiblen Modellen Veo 180NX, Veo 200, Veo 2.0, Veo 3.0 oder VT3 verwendet werden.

Wer genre bastelt, kann sich aber auch für unter 10,– Euro ein Datenkabel nach dieser Anleitung selber bauen – allerdings ist das nicht wirklich komfortabel. Dann lassen sich die Logs aber zum Beispiel in Subsurface importieren.

Anleitung zur Reparatur des XP 5, sollte einmal Wasser eingedrungen sein.

Der Seemann XP 5 kam schon ca. 2001 als Oceanic Veo 250 auf den Markt, bietet aber immer noch alles, was für den Einstieg benötigt wird, außer Bergsee-Tauchen.

SubGear XP 10

Seemann wurde 2007 in Subgear umbenannt und hat mit dem XP 10 einen umgelabelten Uwatec Aladin Prime auf den Markt gebracht.

Der XP 10 unterstützt einen Apnoe und einen Gauge-Mode, Bergsee-Tauchen, Nitrox bis 50 % Sauerstoff, ein beleuchtetes Display und eine Batterie, die selber getauscht werden kann.

Die Batterie ist auch beim XP 10 vom Typ CR2450 und ist günstig bei eBay erhältlich, inklusive neuem O-Ring (Affiliate-Link).

Leider lässt sich das Armband nicht gegen ein Standard-Armband tauschen. Es gibt aber eine passende Halterung für den Uwatec Aladin 2G, die mit Bungees am Arm befestigt wird – eine bevorzugte Methode unter Tec-Divern.

Bungee-Mount bei Ebay (Affiliate-Link).

Bungee-Mount bei Jonas Dive.

Bungee-Mount bei divezone.pl.

Bungee-Mount bei oceandive.dk.

Mit etwas Glück findet sich auch noch das original XP 10 Armband:

XP 10 Armband bei eBay(Affiliate-Link).

Der SubGear XP 10 / Aladin Prime kann leider nur per IrDA-Infrarot-Schnittstelle mit dem PC verbunden werden. IrDA ist ein Standard, der schon lange nicht mehr zur Datenübertragung am PC verwendet wird. USB-IrDA-Schnittstellen können aber noch vereinzelt gefunden werden.

Subsurface bietet eine enorme Fülle an Tauch-Log Funktionen, mit der unter anderem die Gewebe-Sättigung während des gesamten Tauchgangs nachvollzogen werden kann. Über den Umweg Virtuelle Maschine und Export in die Cloud können die Daten auch in die Mac-Version übertragen werden.

eBay Suche nach IrDA-Sticks (Affiliate-Link).

Mit einer passenden Infrarot-Schnittstelle kann der XP 10 zum Beispiel mit dem Open-Source Tool Subsurface ausgelesen werden. Allerdings nur unter Windows, da Subsurface unter Mac und Linux keine Infrarot-Schnittstellen unterstützt. Eine Möglichkeit unter Mac ist, Subsurface in einer virtuellen Windows-Installation auszuführen.

SubGear XP 10 mit Display-Schutz – der wird im Wasser fast unsichtbar, auch wenn er wie hier schon etwas verkratzt ist.

Tatsächlich lässt der XP 10 selbst für einen ambitionierten und erfahrenen Taucher kaum Wünsche offen und sollte ein Taucherleben lang ausreichen.

eBay Suche nach dem SubGear XP 10 (Affiliate-Link).

eBay Suche nach dem Uwatec Aladin Prime (Affiliate-Link).

SubGear XP 3G / Uwatec Aladin Tec 3G

Mehr Funktionen braucht eigentlich kein Tauch-Computer. Und selbst als der XP 3G / Tec 3G noch neu zu kaufen war, gab es in der Preisklasse nichts vergleichbares.

Natürlich bietet der 3G alles das was auch der XP 10 an Funktionen bereitstellt (Gauge/Apnoe-Mode, Bergsee-Tauchen, Nitrox, beleuchtetes Display, User-Tauschbare-Batterie – auch hier vom bewährten Typ CR2450).

Hinzu kommt von Haus aus ein Bungee-Mount, integriert in der Armband-Halterung.

Außerdem ist der XP 3G / Tec 3G – wie der Name schon vermuten lässt – Tec tauglich: es lassen sich 3 verschieden Gase definieren, die während des Tauchgangs umgeschaltet werden können – dabei auch Nitrox bis 100 % Sauerstoff. Er kann außerdem für CCR-Systeme (Rebreather) verwendet werden. Einzig Helium-Gemische können mit dem Computer nicht getrackt werden.

Ausrüstung für Einsteiger in das Gerätetauchen / Scuba Tauchen

Bei kaum einer anderen Sportart gibt es eine so hohe Abhängigkeit von der Qualität und Zuverlässigkeit der Ausrüstung wie beim Gerätetauchen. Daher sollte sich die Ausrüstung für Einsteigende in das Scuba-Tauchen nicht wirklich unterscheiden, vom Equipment erfahrener Tauchenden.

Gute Qualität ist begehrt und kostet Geld. Dazu kommt, dass sich Einsteigende in den Tauchsport mit der Situation konfrontiert sehen, das komplette Eqiupment besorgen zu müssen, also eine sehr hohe Einstiegs-Investition brauchen.

Hinzu kommt, dass Equipment häufig auch von den persönlichen Vorlieben abhängt. Womit der eine Taucher gut zurechtkommt, fühlt sich der oder die nächste nicht wirklich wohl. Es ist daher manchmal unerlässlich, verschiedene Modelle auszuprobieren, um herauszufinden, was für einen selber gut funktioniert.

Eine Möglichkeit, mit dem Problem umzugehen, ist, das Equipment gebraucht zu kaufen. Es gibt so viele Angebote von wenig bis fast gar nicht gebrauchter Ausrüstung. Zwar wird im Netz häufig die Meinung vertreten, dass gebrauchte Ausrüstung keine gute Wahl sei.

Meine Erfahrung war jedoch, dass weder erfahrene Tauch-Buddies noch Service-Werkstätten jemals ein Problem damit hatten, dass ich gebrauchtes Material anschleppte. Allgemein lässt sich sagen, dass Tauch-Ausrüstung darauf ausgelegt ist, auch dann noch zuverlässig zu funktionieren, wenn sie intensiv, mehrmals täglich über viele Jahre genutzt wird – ansonsten müssten sich Tauchbasen sehr viel häufiger neues Gerät kaufen.

Auch wenn auf ein paar Dinge geachtet wird, lässt sich beim Gebraucht-Kauf gutes und zuverlässiges Equipment zu sehr niedrigen Preisen erstehen.

Und gerade, um verschiedene Modelle/Hersteller auszuprobieren ist so sehr gut möglich, da sich die Sachen bei Nichtgefallen häufig zu einem ähnlichen Preis wieder verkaufen lassen und so ausgiebiger und mit einem besseren Gewissen austesten lassen, als wenn Neuware nach einem Test-Tauchgang wieder zurückgegeben wird in der Hoffnung, dass der Verkäufer die Nutzung nicht moniert.

In der Vorstellung der einzelnen Geräte gehe ich daher detailliert darauf ein, was beim Gebraucht-Kauf zu beachten ist.

Über folgende Ausrüstung findet Ihr Artikel auf meinem Blog:

  • Tauchcomputer
  • Atemregler/Lungenautomat
  • BCD/Jacket/Tarierhilfe/Wing
  • Maske/Schnorchel
  • Flossen
  • Neoprenanzug/Tauchschuhe/Handschuhe
  • Kompass

Wasserdichtes Gehäuse / Waterproof Case für das iPhone 4, iPhone 4s, iPhone 5, iPhone 5s und iPad 2

in Arbeit

Diesen Sommer haben wir mit der Familie einen kleinen Segeltörn auf dem Limfjord (in Dänemark) unternommen. Wir haben uns dazu lokal ein Boot gemietet. Das „Problem“: das Boot verfügte nicht über ein Funkgerät.
Nun gut, das Revier ist ein Binenrevier und daher gibt es überall Handy-Empfang. Allerdings war ich mit meiner Familie unterwegs und wollte auf Nummer sicher gehen, sollte also doch mal was passieren, wollte ich, dass ich auch im Wasser schwimmend über mein iPhone Hilfe rufen kann.
Außerdem waren wir im Anschluss an den Törn noch weiter in Dänemark unterwegs, Zelten. Und da wir vorhatten, häufig am Strand zu liegen, machte auch hier eine Sand und Wasserdichte Hülle Sinn.
Weiterhin wollte ich mein iPad unterstützend zur Navigation verwenden und suchte auch hier eine wasserdichte Hülle.
Allerdings war ich nicht bereit gleich ein Vermögen für solch eine Hülle auszugeben. Ein weiteres Kriterium war, dass ich gerne ein Band befestigen möchte, ohne dass die Öse hierfür zu groß ist. Natürlich sollte das Handy/iPad bedienbar bleiben und auch alle Anschlüsse sollten erreichbar sein, ohne dass man das iPhone / iPad aus seiner Hülle nehmen muss.
All diese Kriterien machten die Suche nicht sehr einfach, zumal vor allem das iPhone 4s schon ziemlich alt ist und es hier kaum noch Angebote auf dem Markt zu finden sind. Auch war es nicht möglich, für das iPad eine Hülle zu finden, die all diese Kriterien erfüllt.
Nachfolgend zeige ich Euch, was ich letztendlich bestellt habe und wie ich damit zurecht kam, vielleicht erspare ich Euch so ja eine lange Suche.

iPhone 4 / iPhone 4s Wasserdichte Hülle / Waterproof Case

Wie gesagt gibt es für das iPhone 4s nicht mehr viele Angebote.
Zum einen gibt es natürlich diese universellen Wasserdichten Beutel, in die viele verschiedene Handys bis zu einer gewissen Größe hinein passen. Damit kann man sogar noch das Display bedienen und anscheinend auch noch telefonieren. Um das Handy zu laden, muss man es allerdings immer aus der Hülle nehmen:

Es gibt auch Nutzer, die dicke Gefrierbeutel (Affiliate-Link zu Amazon.de) mit einem Klick-Verschluss (Affiliate Link zu amazon.de verwendet haben. Das ist noch universeller und noch günstiger und vor allem, wenn ihr spontan und einmalig eine Hülle benötigt, kann es eine sinnvolle Option sein. Und mit stabilem Klebeband lässt sich problemlos ein Bändchen auf der Rückseite anbringen.

iPhone 3GS und iPad 1 in wasserdichter do it yourself / DIY Hülle (einfacher Gefrierbeutel)
Braucht man spontan einen Schutz gegen Spritzwasser, tut’s ein einfacher Gefrierbeutel.

Ein großer Vorteil der beiden Lösungen: Wird genügend Luft mit eingeschlossen, bleibt das Smartphone/Tablett schwimmfähig. Und auch Tablets/Smartphones mit geringem Verbreitungsgrad (im Bild iPhone 3GS und iPad 1) finden so eine passende Hülle.

Letztlich habe ich mich aber für dieses Modell entschieden:

Wasserdichte Handyhülle für iPhone 4 / iPhone 4s (Affiliate-Link zu eBay.de)

Die Vorteile: Die Hülle ist wasserdicht, braucht aber nicht entfernt werden, um das Gerät aufzuladen. Auch gibt es einen verschraubbaren Adapter mit dem ein Kopfhörer angeschlossen werden kann und das Gehäuse trotzdem wasserdicht verschlossen bleibt.

Leider leidet die Sprachqualität enorm, wir haben die Hülle nach zwei Tagen wieder abgenommen, nachdem sich meine Schwiegermutter wiederholt über die schlechte Sprachqualität beschwert hatte.

Außerdem gibt es von der Hülle anscheinend nur noch Restbestände – für das iPhone 4s nur in Lila.

Ein weiteres Problem ist, dass die Bereiche am Rand des Displays nur schwer zu erreichen sind. So lässt sich nur nach mehrmaligen Versuchen die Kommandozentrale vom unteren Bildschirmrand heraus ziehen.

Auch beim Spielen von dem Netzwerkspiel Clash of Clans hatte ich gelegentlich Probleme, die Armeen, die am langen Seitenrand aufgelistet sind, korrekt anzuwählen.

Wie schlecht die Sprachqualität wirlich ist, habe ich noch nicht testen können und der schlecht erreichbare Rand ist auch nicht ein wirklich großes Problem, bedenkt man, dass die Hülle recht kostengünstig zu haben ist und ihre Hauptaufgabe erfüllt, nämlich das Smartphone vor Wasser und Schmutz zu schützen.

Es fehlt nur die Öse zum Anbringen einer Handschlaufe.

Wasserdichte Schutzhülle für das iPhone 5s / iPhone 5

Für das iPhone 5s haben wir eine ähnliche Hülle verwendet:

Die es auch für das iPhone 6s gibt:

Ich muss dazu sagen, dass ich die Hülle vor Gebrauch leer getestet habe: ich habe ein Papiertaschentuch hineingelegt und sie in einer Schüssel voll Waser untergetaucht und unter einem laufenden Wasserhahn getestet. Wie bei allen wasserdichten Geräten ist aber auch diese Hülle kein absoluter Schutz, vor allem aufgrund der verschließbaren Öffnungen für Ladekabel/Stummschaltung und Kopfhöreranschluss würde ich mein iPhone niemals absichtlich mit dieser Hülle unter Wasser nehmen. Vor allem die Öffnung zum Laden wird einfach nur hinein gesteckt und nicht irgendwie verschraubt. Für mich ist die Hülle eher ein Backup, falls es mal unwillentlich baden geht, nicht aber um beim Schnorcheln oder Baden mit dem Telefon Fotos zu machen.

Auf jeden Fall sinnvoll ist sie bei Strandbesuch, da sie das Handy sicher gegen Sand schützt.

iPhone 5 in einer wasserdichten Kunststoffhülle.
Wasserdichte Hülle schützt auch vor Sand am Strand.

Man kann gut sehen, dass die Hülle den Fingerabdruck-Sensor des iPhone 5s mit einem eigenen Knopf verdeckt. Bei der Version für das iPhone 5s und das iPhone 6 reicht die Displayfolie bis über den Fingerabdruck-Sensor, wodurch dessen Funktion erhalten bleibt.

Leider leidet auch bei diesem Gehäuse die Sprachqualität, allerdings versteht einen der Gesprächspartner trotzdem noch gut – aber ich denke, dass es sich nicht vermeiden lässt, dass die Qualität leidet, wenn man das Telefon komplett versiegelt, daher sehe ich das nicht als Manko der Hülle an sondern als systembedingten Kompromiss – zumindest in der Preisklasse unter 20,– Euro.

Schutzhülle für das iPhone 5s für den Alltagsgebrauch

Da ich die Wasserdichtigkeit eigentlich nur für unseren Segeltörn benötigte und ansonsten nur einen Schutz gegen Beschädigungen, Sand/Staub und Spritzwasser genügte, habe ich mir noch ein zweites iPhone Case für den Alltag angeschafft, das es auch für iPhone 4 / iPhone4s / iPhone 6 gibt:

Schutzhülle mit Spritzwasserschutz für iPhone 4 / 4s / 5 / 5c / 5s / 6 / 6 plus etc. (Affiliate Link zu eBay.de)

DIY: Instructions for sewing a pair of RAW Denim Jeans. Step by Step and easy to follow tutorial, for Beginners and Megalomaniacs.

This is an english translation of the original german blog entry.

After shortening the legs of my jeans by myself I became a bit megalomaniac and started to consider sewing my own jeans …

At first I thought that I could do it by hand – think about it, about 200 years ago everything was hand sewn. But I decided to go another route – a less painful route 😉

And when I realized that a good used sewing machine could be bought for about 20 Euros, my decision was made to give the idea a try.

Buying a used Sewing Machine – for example the Singer 7184

When I was a child I often watched my mother sewing on her white Singer 744 from the 1970s. Since this machine is still working (after only minor repairs) I decided to look for a singer as well.

Finally I acquired a Singer 7184, a machine that was build in the 1980s and is of a solid and rigid quality, all the important parts are made of metal. Also it is said that this model is even able to sew leather so I thought it might handle Denim as well.

I bought this machine two weeks before I finished the jeans.

After a long search on the internet I finally found a download link for the machines manual.
Singer-Website – Take care, you have to type the model number 7174 instead of 7184.

The same day I bought the machine I also went to a local store to buy some dark blue indigo denim. The saleswoman said that 150 x 150 cm would be sufficient for a Jeans in the size W32 L32. She was absolutely right.

The first week I was fighting with the machine. As stupid as I was I first tried to sew jersey (an old T-Shirt) – there is no fabric that is harder to sew. Several needles broke until I managed to handle that material – thanks to various Blog and Forum entries.

In spite of my failures I gained new confidence while the people around me started to think I am a lunatic – I guess. My wife told her friends that she has an insane husband that put in his head to learn sewing on a jeans – instead of something easier like a skirt for example. Nice try 😉

Her friends told me about their miscarried attempts to sew their own jeans and a friend of mine laughed at me as I told him, that I wanted to wear that jeans at work.

Some realy amazing instructions that I found on the web kept me going on (sorry, they are in german):

A big Thank You to the authors of these great articles.

Mit dem Nahttrenner lassen sich Nähte hervorragend trennen – was auch sonst … I started by unraveling the threads of an old destroyed jeans that fit me well …

Creating a pattern: unsewing an old Jeans

I started by unraveling an old jeans (Levi’s 501), which fit me well but was ripped already.

It is not needed to unravel the whole jeans, one half is enough. It took me about a whole evening to put it into pieces.

Nahttrenner nach getaner Arbeit. Unraveled threads.

Cutting the fabric

At first I ironed the parts …Einzelteile Bügeln Ironing of the parts

… and than I laid them out on the fabric. Here you have to take care, that the warp (the blue thread of the fabric) parallels the longer side of the legs. Everything has to be put so, that the warp goes from the bottom to the top.

Schnittmuster auslegen Lay out the pattern.

If you unwrap the seam allowances the fades look like painted :).

Now the shapes of the parts need to be traced on the fabric. I used special tailors chalk that you can obtain in different colors.

The trend to wear jeans in an Used-Look  might have been invented by the Japanese jeans-label Edwin in the 1950s, while they were importing used army wear to Japan.

This reminds me of a YouTube Video I saw, that describes the industrial production of a jeans. The Labour that accumulates in one jeans is a mere 15 minutes! The signs of use are made with sandpaper – a jeans ages about five years by this treatment.

As a contrast a tailor in New York who creates made-to-measure Levi’s Jeans :

The bad side of the jeans production – and the reason why we do not want to buy pre aged jeans and instead cling to self tailored or RAW denim jeans. (german audio only):

And that’s why we concentrate on self sewing again.

Here you can see the button fly:

Knopfleiste nachzeichnen Tracing the fly

Don’t copy my stupid way to trace the belt loops:

So nicht – die Gürtelschlaufen besser an der kurzen Seite aneinander hängen..

It is much easier to make them in one long strip and to cut them afterwards:

Gürtelschlaufen werden an einem Stück gefertigt. Wer Langeweile hat, kann die auch einzeln nähen.

I serged the back side of the belt loops by hand.

In order to trace the pockets cut out I marked their position together with the seam allowance.

Markierungen zum Nachzeichnen der Taschen. The rest has to be added by guessing.Die Form der Taschen wird von Hand nachgezeichnet.

Here I cut out the waistband. Make it a bit longer than the sample, I had to sew on a little piece, since I made it to short:

Zuschneiden des Hosenbundes

 

After the cutting we start sewing.

Sewing denim – the thread creates loops, the needle breaks …

But before we start on the jeans itself we have to figure out the correct tension of the upper thread. Especially if we sew through more than one layer of denim fabric. It took me days to figure out why my machine created huge loops of thread on the underside of the garment – it was to little tension on the upper thread and a misrouted yarn that was not really snug in the tension spanner.

Stoffprobe um die Einstellungen bei unterschiedlicher Anzahl von Lagen, Garn etc. zu probieren.

Also I strongly recommend to buy sewing needles from an high quality supplier. I first tried no name needles and had big problems with ripped threads – although I used jeans yarn made by SABA Amann and Gütermann.

Sewing the back of the Jeans

Now we really start the sewing. It begins with the back side of the jeans, which consists of (top to bottom):

  1. Waistband
  2. Shield (the small part above the pockets)
  3. Leg (here the back pockets are attached to)

The lap felled Seam is what makes a Jeans look like a Jeans

The first step is to sew the shield on the leg. Since jeans are workers trousers the seams have to be sturdy. One of the sturdiest seams is the lap felled seam, it makes the seam more resistant than the fabric itself.

It takes three seams to make a complete lap felled seam, of these seams only two are visible.

Modern synthetic yarns might render the lap felled seam needless but for me it was important to keep the jeans‘ original character. Denim brands mostly stick to the flat felled seam but for example H&M does not sew the inseam – the seam that connects the legs in the inside – as a lap felled seam anymore on most of their jeans.

Here we go, we let the two pieces just overlap a bit and sew them together with a straight stitch (this stitch will be hidden later on):

Die erste Naht hält erstmal nur die beiden Stoffteile zusammen, damit man sie danach gut einklappen kann. Diese Naht ist zum Schluss unsichtbar.

Now it gets folded once (the fabric is flipped also):

Beide Stoffe umdrehen und einmal umklappen.

Now we fold the upper part again. The fabric now forms a Z (inverted):

Der obere Stoff wird nun noch mal zurückgeklappt.

Now everything gets sewn together. First one seam:

Die erste sichtbare Naht.

And then a second:

Die letzte Naht sollte natürlich möglichst parallel laufen – mir ist das nicht immer gelungen, aber es ist noch im Rahmen des erträglichen. Zumindest fällt es nicht sofort auf, wenn man die Hose trägt. As you can see, it really is a challenge for your equipment and your skills to sew through four layers of fabric. But we will take it to a higher level in the next step.

Now we connect the left and right half of the jeans – again forming a lap felled seam:

Die Naht, die die beiden Hälften der Hose zusammenhält, wird auch wieder als doppelte Kappnaht ausgeführt.

At the „crossroad“ of the two lap felled seams you have to sew through eight layers of fabric. I needed to disassemble the sewing feet, other wise the fabric would not have fitted under the needle.

But if you master this part there is not bigger challenge to come for the rest of your jeans.

So you can pat yourself on the back that you got so far. And you can see, that the seams I sew are not that parallel at all – but hey, this is the first garment I am sewing – ever.

Backpocket

Now we prepare the back pockets. Therefore we fold the upper edge twice and sew it with two parallel seams:

Jeans_selber_naehen_77

Now the other edges are folded inside and ironed:

Ecken der Gesäßtaschen umklappen und bügeln.

The upper corners have to be folded inside:

Einschlagen der oberen Ecken.

I also added some topstitching as a decorative element.

Now we attach the pockets with pins.

Platzieren der Gesäßtaschen. Mit Stecknadeln fixieren.

And sewing:

Gesäßtasche annähen

The end of the thread

I sutured the end of the thread by hand:

Fadenende per Hand vernähen – okay, ich gebe zu, die Arbeit habe ich mir irgendwann nicht mehr gemacht.

You also add a tight zig zag stitch to make the pockets durable:

Tasche mit einem zusätzlichen Riegel verstärken.

The back of the pants is finished:

Die hintere Hälfte der Hose ist fertig!

Front Pockets

The front pockets are much more difficult to create. The inner lining is made of a thinner cotton canvas. I took a used shopping bag because I liked the used look that it gives through the logo printed on it. But I would not advice to do it that way, since the fabric already tore in one of my pockets.

Die rechte vordere Tasche wird vorbereitet. Preparing the right front pocket.

The small coin pocket is just a smaller version of the back pockets.

Kleingeldtasche vorbereiten

Sewing the coin pocket on top of the shield:

Kleingeldtasche aufnähen

This is, how it will be inside the jeans:

Wird der Baumwollstoff umgeschlagen, bekommt man eine Vorstellung davon, wie die Tasche später in der Hose sitzen wird.

On the left side I added a zig zag stitch to prevent fraying, I also cut off one corner:

Vordere Hosentasche mit einem Zick-Zack-Stich versäumen.

Closing the pocket:

Tasche zuklappen

Lay the front leg on top:

Hosenbei vor die geschlossene Tasche legen um den Ausschnitt einzeichnen zu können.

trace the pocket:

Eingezeichneter Ausschnitt

Cut it off:

Die Hosentasche ist nun zugeschnitten.

Fold the seam allowance and iron it:

Schnittzugabe umklappen und bügeln.

Stick them together using pins:

Tasche an das Hosenbein stecken.

This is how it will be attached later on:

Jeans_selber_naehen_47

Jeans_selber_naehen_46

Now the pocket will be closed:

Jeans_selber_naehen_42

We add a seam on top:

Tasche oben schließen. Die Tasche ist nur durch diese obere Naht und die doppelte Naht an der Rundung mit dem Hosenbein verbunden.

This was really complicated so far. Congratulations if you mastered this step!

Now we keep it complicated and add the fly. Into the left part with the rounded edge we will cut the buttonholes later on. The right one will hold the buttons.

Knopflochleiste (links, abgerundet) und Knopfleiste (rechts, abgeschrägt).

This is how it is folded:

Einschlagen der Abschrägung der Knopfleiste.

Sewing the buttonholes and a zigzag to prevent fraying:

Säumen der Knopflöcher

We prepare the left leg. Therefore fold the edge under twice and iron it:

Kante umklappen und bügeln.

 

Lay the fly on it and make a mark at the lower end:Knopfleiste anlegen, unteres Ende auf der umgeklappten Kante markieren.

Now cut into the seam allowance just where you marked it:An der Markierung wird eingeschnitten. Der untere Teil (im Bild oben)dient als Nahtzugabe, um die beiden Hosenbeine zu verbinden. Der längere, obere Teil (im Bild unten) wird doppelt eingeschlagen.

Now we sew all of the seam allowance:Die komplette Kante wird nun umgenäht.

Than we attach the fly:Knopflochleiste aufsetzen …

Sewing the Fly with a parallel seam:… und mit paralleler Doppelnaht festnähen. This is the backside. Because of the cut we did before, the seam allowance below the fly can still be used to connect the two halves of the jeansSo sieht es von Innen aus. Der untere Teil der Nahtzugabe lässt sich nun dank des Einschnitts, den wir vorher gemacht haben, immer noch umklappen.

 

Now we attach the other part of the fly.Knopfleiste anlegen und wieder das untere Ende (im Bild oben) markieren, da hier wieder die Schnittzugabe eingeschnitten wird. Here we also need to cut the leg’s seam allowance.Dann wird die Knopfleiste mit einer naht auf die eingeschlagene Nahtzugabe genäht.

Again – add a zig zag to prevent frying:

Die Nahtzugabe und die Kante der Knopfleiste werden zusätzlich noch mit einer Sick-Zack-Naht versäumt.

And now we connect the two front legs, also utilizing a lap felled seam:

Vordere Hosenbeine werden mit einer doppelten Kappnaht verbunden.

Oups I did a small mistake, but it looks nice I think 🙂

Die linke Naht sollte eigentlich auf der Knopflochleiste landen, die habe ich von Innen leider mit der Knopfleiste verwechselt. The left doubble seam was a mistake.

Great, we did a big step further. Now we have to close the legs.

We start with the inseam, which is a lap felled seam again:

Die Vorder- und Rückseite der Jeans werden mit einer doppelten Kappnaht verbunden.

If this is done the rest is a breeze:

Außenkante zusammenstecken und mit einer einfachen Naht zusammennähen. Danach die Kanten der Vordre- und Rückseite einzeln mit einem Zick-Zack-Stich versäumen. Pin the outer edge together and connect it with a single stitch. Add a zigzag on both seam allowances per side.

We add a little seam to protect the pockets from getting ripped:

Eine zweite Naht verstärkt die Verbindung, um die hohe Belastung im Bereich der Hosentaschen auszugleichen.

Great, now you can try it on for the first time!

But we’re not finished yet, the waistband needs to get attached. Therefore we fold, iron and pin the seam allowance …

Der Hosenbund wird vorbereitet, indem die Nahtzugabe umgeklappt, gebügelt und festgesteckt wird. … and pin it to the inside of the jeans:Ich habe den Hosenbund innen an der Hose festgesteckt und erstmal nur an einer Kante angenäht. Then we pin it on the outside as well and sew it on.Dann die vordere Kante feststecken und annähen.

This is how it looks, after it has been sewed on.

Knopfloch nähen und Gürtelschlaufen annähen.

Also sew the buttonhole and attach the belt loops.Hier sieht man, wie die Gürtelschlaufen eingeschlagen und angenäht werden. .

I used a cutter knive to cut the buttonholes. But I would recommend using the tool, which we took to unseam the old jeans at the beginning of this tutorial.

Knopflöcher aufschneiden. Ich benutze einen Cutter und als Unterlage eine Schneidematte.

Now the buttons get hammered on:

Jeansknöpfe einschlagen. der Oberste Knopf sollte eher weiter innen sitzen als die unteren Knöpfe. Ich habe es hier falsch gemacht, hatte mal wieder einen Denkfehler. Kommt davon, wenn man nachts so lange näht …

The next step would be to hammer on the rivets. I have no picture of this, because I added them later on.

Now we adjust the length of the legs. If you dont want to wrap the end up but like to wear them like we did in the 1990s, you have to fold them under that they just are 1 cm above the floor at the back of your feet:

Hosenbein so umschlagen, dass es ohne Schuhe an der Ferse ca. einen Zentimeter über dem Boden hängt. Zwei bis drei Zentimeter Nahtzugabe geben und abschneiden. You add 2 to 3 cm seam allowance, fold it twice and sew it about 1 cm away from the edge:Doppelt einschlagen, bügeln und umnähen.

I hope you enjoyed this tutorial and I would be happy to hear from you if you have questions, comments or want to show your results.

Pattern making

Since this tutorial only showed, how to copy an existing pattern, I am actually working on the design of an own jeans pattern. Check out for future articles because I will add a note here, when I add a pattern making tutorial.

Supplement – this is what it looks like after 8 month of wearing nearly every day

The following pictures show the jeans after wearing it nearly every day for eight month.

Only after sewing the jeans I found out, that there is this big scene of denim heads with the ideas of authentic fades, fine seams, raw denim etc. Interestingly behind this scene stands the same idea that I followed by producing my own jeans: Getting away from environmental destructive washings that make the jeans maybe last for a few weeks only.

For further reading about raw denim I recommend the site rawrdenim.

What I did not took care of was a special treatment to gain stronger fades. Since I have small kids my jeans sees the washingmachine about every week. I also bought plain denim from a store around the corner, maybe 8 oz in weight. Still I think the fades look promising.

My next project will be a jeans made of 100 % raw hemp denim, since I always wanted to own a hemp jeans but found it very difficult to find one in 100 % hemp (there is no to do things by halves with me 😉 that also is indigo dyed.

If you go the oeko way, you often here, that blue jeans can’t be produced ecologically – I think this is not true. Even though indigo is a synthesized dye nowadays its chemical structure is still the same like the ancient indigo won from plants.

The biggest two problems – from an environmental point of view – of jeans are:

– pre fades / used look. That really threatens the workers health if there is no concern about health protection and it creates blue rivers in china.

– cotton. Even if it is ecologically grown it needs a lot of water and is bad for the soil.

These problems can be solved by two things.

Raw Denim reduzes chemical waste and health threatening treatments.

Hemp is the perfect fiber plant. It grows quick, needs no irrigation, and contains its own natural insecticides and herbicides. Even if it is not labeled as ecologically grown you can be sure, that it is ecological since it makes no sense to fertilize it or protect it against insects or other herbs.

Die Jeans von vorne. Die Knie und Oberschenkel sind schon deutlich ausgeblichen. Das schöne an RAW Denim Jeans ist, dass diese Fades der tatsächlichen Nutzung durch den Besitzer der Hose entsprechen, sie sind somit authentisch, ganz im Gegensatz zu vorgefertigten Abnutzungen, die nicht nur an der falschen Stelle sitzen, sondern auch in der Herstellung eine unnötige Umweltbelastung darstellen.
This is the front side of my DIY Raw Denim Jeans. The knees and thighs are already faded.

Rückseite der Jeans. RAW Denim Do It Yourself Jeans mit authentischen Fades.
Back of the RAW Denim Do It Yourself Jeans with authentic fades.

Auch der Saum vom Hosenbein bekommt trotz Nahr mit einer Haushaltsnähmaschine schöne typische Fades.
Even though the hemline was made with a household sewing machine it gets some nice wrinkle fades.

_MG_1116-DIY-RAW-Denim-Jeans-worn-in-after-8-month

Die Fades im Bereich unter den Taschen nennen sich Whiskers.
The fades below the front pockets are called whiskers..

In den Knien bilden sich erste typische Honeycombs.
In the hollows of the knees some nice honeycombs are becoming visible.

DIY-RAW-Denim-Jeans--14
DIY RAW Denim Jeans a few days after it was finished. Sorry for the messy picture quality.

DIY RAW Denim Jeans front with decent fades. Fit picture.
DIY RAW Denim Jeans front with decent fades. Fit picture.

DIY RAW Denim Jeans back with decent fades. Fit picture.

DIY RAW Denim Jeans back with decent fades. Fit picture.

DIY RAW Denim Jeans side with decent fades. Fit picture.
DIY RAW Denim Jeans side with decent fades. Fit picture.

DIY RAW Denim Jeans side with decent fades. Fit picture.
DIY RAW Denim Jeans side with decent fades. Fit picture.

Featured!

rawrdenim.com featured my jeans on their website’s fade friday!

Free Pattern for Download

I add a free PDF of a pattern that I designed myself using two brilliant books about pattern design. The PDF by now only is available in the size W31 L34 but other sizes will be added later on.

The first page of the PDF shows an overview of the whole pattern in the scale 1:1. The other pages are in A3 size and can be attached to each other to complete the pattern.

The pattern may be printed and used for sewing even for commercial purpose. Any altering, editing, publishing or distribution of this pattern is allowed if I am mentioned as the original author of this pattern, where possible in form of a link to this page. Also it is imported that the same license will be granted to this new work derived from this pattern.
You can also send me your altered pattern so that I can publish it here on this site.

Here you will find detailed information about the license:

Creative Commons License
Jeans Regular Pattern by Kristian Heitkamp is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License.

w30 l34 jeans regular pattern PDF download

w31 l34 jeans regular pattern PDF download

w32 l34 jeans regular pattern PDF download

If you sew your own jeans using this pattern I would be very happy about a message or even better a picture of your jeans.

Here is the link to the two books which explain the process of pattern design and grading in a very easy to follow way.

This one I used for grading:

Gareth Kershaw: Patternmaking For Menswear – amazon.com affiliate link

Gareth Kershaw: Patternmaking for menswear – amazon.co.uk affiliate link

This helped me to create the basic pattern from which I started to grade different sizes:

Patternmaking for Fashion Design by Helen Joseph Armstrong – amazon.com affiliate link

Patternmaking for Fashion Design by Helen Joseph Armstrong – amazon.co.uk affiliate link

 

Schriftgestaltung: Schritt für Schritt zum eigenen Font – eine Anleitung zum Design eines Opentype Schriftschnitts / Schriftart selbst gestalten

Hilfreiche Links zum Thema Font-Design

Schritt 1: Zeichnen der ersten Entwürfe

Ich empfehle, die ersten Entwürfe per Hand zu zeichnen.  Ich kenne es aus eigener Erfahrung noch dass man als unerfahrener Designer versucht ist, seine ersten Entwürfe im Rechner zu machen, bei mir kam noch hinzu, dass ich das Gefühl hatte, nicht wirklich gut zeichnen zu können.

Tatsache ist jedoch, dass man mit Stift und Papier deutlich schneller entwerfen kann, als mit dem Rechner.

Nicht dass man mich falsch versteht, in bestimmten Situationen kann es durchaus sinnvoll sein, mit dem Rechner zu entwerfen, gerade wenn man die Besonderheiten der digitalen Werkzeuge – mitunter zweckentfremdet – einsetzen möchte. Es entsteht bei diesem Vorgehen ein besonderer, eigener Stil. Als Beispiel sei hier die Grafische Sprache eines David Carson genannt. Für unsere Zwecke – Gestaltung einer Schrift – ist dieses Vorgehen aber nicht empfehlenswert.

Beim Zeichnen mit Stift und Papier bediene ich mich ein paar Tricks, die helfen, dass die Form nachher auch wie gewünscht aussieht. So versuche ich nicht, die Form in einem glatten, durchgehenden Strich zu zeichnen; vielmehr taste ich mich Stück für Stück an dir gewünschte Form heran, indem ich kurze wiederkehrende Striche an- und übereinander zeichne.

Ein weiterer Trick ist, die Zeichnung in einem großen Maßstab anzulegen, wird der Entwurf nachher verkleinert, verschwinden Unregelmäßigkeiten von alleine.

Die ersten Entwürfe können noch recht klein und unüberlegt sein. Es geht erst ein am darum, sich für einen Stil zu entscheiden: Soll die Schrift Serifen haben, ist ein eher nüchterner Stil gewünscht. Auch kann man ausprobieren, wie sich unterschiedliche x-Höhen auswirken. Die x-Höhe bezeichnet die Höhe der kleinen Kleinbuchstaben (n, o, r, s …). Sie wird auch Schulterhöhe genannt. In Sprachen mit vielen Wörtern, die am Wortanfang groß geschrieben werden – wie dies im Deutschen der Fall ist, macht eine geringe x-Höhe den Text lesbarer. In englischen Texten hingegen, wo nur am Satzanfang groß geschrieben wird, ist der Text besser lesbar, wenn die x-Höhe hoch ausfällt. Auch wirkt der Text an sich größer, wenn der Font eine hohe x-Höhe hat – häufig verbraucht der Text dann auch mehr Platz.

Ich möchte an diese Stelle nicht weiter auf die Feinheiten beim Entwerfen der Zeichen eingehen, da dies deutlich den Rahmen dieses Tutorials sprengen würde. Es gibt aber ein ausgezeichnetes Buch von Karen Cheng, die sehr detailliert und analytisch auf die Details, die beim Entwurf der einzelnen Zeichen zu beachten sind, eingeht. Dieses Buch versetzte mich als bisherigen totalen Laien, was Schriftdesign angeht, auf Anhieb in die Lage, sinnvolle Entscheidungen hinsichtlich meiner Entwürfe zu treffen.

Anatomie der Buchstaben. Basiswissen für Schriftgestalter. Designing Type. (Amazon-Affiliate-Link)

Den ersten Entwurf testen.

Glaubt man, ein paar Zeichen entworfen zu haben, die einem gefallen und die zueinander passen, kann es hilfreich sein, diese einzuspannen und in einem Vektorprogramm (z. B. Illustrator oder InkScape) nachzuzeichnen. Die so erstellten Zeichen kann man dann aneinander reihen und in kleiner Größe ausdrucken, um seinen Entwurf zu testen.

Detaillierte Entwürfe der einzelnen Glyphen

Ist man mit den Ergebnissen soweit zufrieden, geht es nun daran, seine einzelnen Glyphen zu zeichnen. Ich habe das A3 Format gewählt, damit ich die Entwürfe möglichst sauber hinbekomme, im allgemeinen sollte es aber auch genügen, die Vorzeichnungen auf DIN A4 Papier anzulegen.

Gemeinhin wird empfohlen zunächst nur die wichtigsten Zeichen zu zeichnen und diese dann zu vektorisieren. Aus den einzelnen Elementen lassen sich dann die restlichen Glyphen quasi zusammenbauen.

Da ich das Ziel habe, eine sehr organische Schrift zu entwerfen, mit wenigen Wiederholungen und einem lebendig-vibrierendem Erscheinungsbild, habe ich mich entschlossen, die Entwürfe komplett per Hand zu zeichnen und beim Vektorisieren möglichst wenig den Kurvenverlauf zu optimieren oder gar per Copy und Paste zu arbeiten.

Daher habe ich meine Entwürfe auch nicht per Handy-Kamera digitalisiert sondern ganz old-school-like eingescannt.

Vektorisieren der Entwürfe

Die nächsten Schritte hängen nun von den eigenen Vorlieben, der verwendeten Software und dem Geldbeutel ab.

Ich schreibe diesen Artikel aus der Sicht eines erfahrenen Grafik-Designers, der Erfahrungen im Arbeiten mit der Adobe Creative-Suite / Creative Cloud hat und diese auch besitzt.

Aus dieser Sicht gibt es zwei Wege, die ich hier kurz vorstellen möchte – natürlich gibt es noch mehr, aber die werde ich hier nicht beschreiben.

  1. Vektorisierung in Adobe Illustrator und Import in das Schrift-Programm
  2. Vektorisierung direkt im Schriftprogramm.

Da ich Illustrator besitze und keine Lust habe, mich in ein neues Zeichenprogramm einzuarbeiten, werde ich wahrscheinlich die Vektorisierung in Illustrator vornehmen. Man kann dies natürlich auch in der open source Software Inkscape machen.

Kleiner Überblick über die auf dem Markt verfügbare Software zur Schrifterstellung

Ich bin aber noch etwas unschlüssig, welche Software zum Generieren der Fonts ich verwenden werde. Folgende Optionen sind aktuell auf dem Markt verfügbar:

  • Fontographer – scheidet wegen der hohen Kosten aus, dazu soll der Funktionsumfang auch nicht so besonders gut sein
  • FontLab ist anscheinend (noch) der Platzhirsch, wenn es um professionelles Schriftdesign geht. Mit über 600 € Lizenzgebühren scheidet es für mich aber auch aus
  • Fontmaster ist anscheinend auch ein tolles Programm, das aber noch teurer ist und da ich das Schriftdesign nicht hauptberuflich mache, ist klar, dass ich Fontmaster nicht benutzen werde.
  • Typetool ist eine abgespeckte Version von Fontlab und bereits für unter 50 $ zu haben, das sieht schon mal nach einer Alternative aus.
  • Noch günstiger ist die opensource Software fontforge. Die läuft am besten unter Linux und auf dem mac, wenn man x11 installiert hat, unter Windows scheint fontforge nicht sehr stabil zu laufen. Das Programm an sich scheint alle Funktionen zu bieten, die auch Fontlab bietet, einzig der Umstand, Linux zu installieren darf einen nicht abschrecken. Wer es sich aber zutraut, solch eine komplexe Aufgabe, wie das erstellen eines Font anzugehen, dürfte eigentlich davor nicht zurückschrecken.
  • Seit ein paar Jahren gibt es zwei neue Schriftprogramme, das erste heißt Robofont, ist allerdings auch recht kostenintensiv, scheint aber sein Geld wert zu sein
  • Am interessantesten scheint mir jedoch das Programm Glyphs zu sein. Es scheint einen ganz neuen, benutzerfreundlichen Ansatz zu verfolgen. Das Spacing soll sehr intuitiv und mit guter Vorschau-Funktion zu funktionieren. Was mich aber vor allem begeistert ist, dass der Export der fertigen Fonts ziemlich leicht von der Hand gehen soll. Alle Settings für den Export werden zusammen mit der Projektdatei als Preset gespeichert und müssen nicht bei jedem Export neu (und eventuell falsch) eingegeben werden. Der Export läuft anscheinend mit nur einem Klick und die Änderungen an dem Font können direkt im Layout-Programm ,
    (InDesign) überprüft werden. Ein Workflow, den anscheinend keiner der Konkurrenten in vergleichbarer Form bietet. Dazu kommt ein humaner Preis von unter 300,- €.
  • Noch interessanter ist da für Einsteiger nur das Programm Glyphs mini, das – wie soll es anders sein – eine Light-Variante von Glyphs darstellt. In Glyphs Mini lassen sich zum Beispiel keine Multiple Master Fonts erstellen. Auch können die Schriften-Projekte nicht in dem Austausch-Format UFO gespeichert werden. UFO wird gerne von professionellen Schriftdesignern verwendet, um die verschiedenen Stärken der unterschiedlichen Font-Tools ausnutzen zu können. Da ich keine Multiple Master Fonts erstellen möchte und eh nicht über einen großen Fuhrpark an Fontsoftware verfüge, tendiere ich gerade dazu, die knapp 50,- € zu investieren. Glyphs mini gibt es allerdings nur für den Mac.
  • Update: Zufällig bin ich noch auf das Programm Type 3.2 von CR8 Software gestoßen, ein günstiger opentype fähiger Fonteditor mit moderner GUI für günstige 69,- €. Der Editor läuft auf Windows und Mac und es gibt eine kostenlose light Version. Ob der Funktionsumfang der Vollversion allerdings größer ist, als der von Glyphs mini ist mir noch nicht ganz klar. Gelobt wird der Autotracer mit interaktiver Vorschau auf das Ergebnis der Vektorisierung. CR8 bietet einen kostenlosen Tracer für Windows auf seiner Homepage zum Download an, der gibt aber nur einzelne Vektorfiles aus, die dann wieder aufwändig in einen Font importiert werden müssen. Wer es komfortabler haben möchte und professioneller Font-Designer ist, für den kann sich die Anschaffung von der Vollversion von Typo 3.2 allein für die Trace-Funktion lohnen.

Wie man sieht, ist die Auswahl an Editoren ziemlich groß, zum Glück habe ich noch etwas Zeit, eine Entscheidung zuntrefe, da ich ja eh nicht am Zeichnen bin und dann erst mal eingescannt werden muss.

Was man aber auch feststellen kann, ist, dass es sehr viele Tools mit bestimmten Funktionen gibt, die für den einen oder anderen Gestalter interessant sein können. Noch mehr als bei üblichem Grafikdesign bastelt sich der Typodesigner seine eigene Werkzeugkiste zusammen.

Apple iPhone 3G und 3GS reparieren

Hilfreiche Links: