Von Mac OS X 10.5 auf 10.8 aktualisieren

Als Benutzer eines MacBook Pro 4.1 (early 2008 / Non-Unibody-Modell) habe ich mir ziemlich lange Zeit gelassen, das Betriebssystem zu upgraden. Leider so lange, dass ein direkter Upgrade auf die aktuelle Version nicht mehr so leicht möglich war.

OS X kann nur noch über den App Store als Download bezogen werden

Das Problem: Seit Version 10.7 kann man Mac OS nicht mehr auf einem Datenträger kaufen sondern nur noch als Download von Apples App Store. Der Zugriff auf den App Store ist allerdings nur möglich, wenn man Mac OS X 10.6.8 oder neuer installiert hat.

Lange habe ich auf Apples Seiten nach einer Möglichkeit gesucht, 10.6.8 legal zu beziehen, um mir dann 10.7 oder inzwischen 10.8 über den App Store kaufen zu können. Wer die Apple-Webseiten kennt, weiß, dass die Struktur etwas undurchsichtig ist.

Teure Alternative: Gebraucht kaufen

Meine nächste Idee war also, mir eine gebrauchte OS X 10.6 Version über eBay zu kaufen. Günstig (20,– bis 30,– Euro) sind hier leider nur die grauen Installationsdisketten zu bekommen. Diese lassen sich aber immer nur auf dem Rechner-Modell installieren, mit dem sie beim Kauf geliefert wurden. Eine Vollversion gibt es gebraucht kaum unter 40,– Euro.

Auch Amazon bietet Mac OS X 10.6 nicht günstiger an

Es gibt noch die Möglichkeit 10.7 gebraucht zu kaufen, denn Apple verkaufte Lion in begrenzter Stückzahl auf einem schicken USB-Stick. Aber auch das ist nicht günstig, denn die Sticks mit Apple-Logo sind natürlich bei Sammlern begehrt. Die Preise variieren zwischen 70,– und 100,– Euro.

Apple bietet neuerdings doch den günstigeren Weg

Lange Zeit hatte ich dann nicht weiter gesucht, erst vor kurzem recherchierte ich erneut und fand durch Zufall einen Eintrag auf der Apple Webseite zum Kauf der 10.6 Vollversion auf DVD für 18,– Euro zuzüglich Versandkosten. Den Link habe ich nur über eine Google-Suche gefunden, über die Struktur auf der Apple Webseite konnte ich das Angebot nicht finden. Eine Recherche ergab, dass Apple die Version seit November 2012 wieder im Programm hat, aber der Link innerhalb der Apple Seite nicht wirklich funktioniert. Man könnte meinen Apple mag es nicht so gerne, dass Benutzer älterer Rechner aktuelle Software installieren.

Mac OS X Installations-DVD von Apple kaufen

Hat man 10.6.8 installiert, kann man direkt auf 10.8 upgraden, ohne vorher 10.7 installieren zu müssen. Hierzu klickt man im Dock direkt auf den Button für den Zugang zum App-Store.

App Store im Dock von Mac OS X10.6.8
Zugang zum App Store im Dock unter Mac OS X 10.6.8

Anleitung MacBook Pro 4.1 (early 2008) SSD und RAM Upgrade, Netzteil und Akku ersetzen

english version of this article where I explain how to replace the internal SSD, upgrade memory and refresh battery and power supply on the MacBook Pro 4.1

Im Oktober 2008 habe ich mir mein geliebtes MacBook Pro gekauft. Mit einiger Enttäuschung stellte ich fest, dass nur eine Woche später der Nachfolger mit deutlicher Überarbeitung auf den Markt kam.

Das letzte Modell im Non-Unibody Gehäuse: Silberne Tastatur und entspiegelter Bildschirm bereits mit energiesparender LED Beleuchtung

Während mein Modell noch das sogenannte Alu-Modell oder Non-Unibody-Modell war (silberne Tastaturen, silbernes Gehäuse, entspiegelter Bildschirm), hatte der Nachfolger das sogenannte Uni-Body Gehäuse mit schwarzen Tasten, Hochglanz-Bildschirm (was ja eher ein Rückschritt war) und ohne herausnehmbaren Akku (auch hier eher ein Rückschritt). Neben diesen äußerlichen Änderungen hat sich aber auch innerlich einiges getan. Während der Prozessor noch von der Taktung gleich blieb wurde nun das DVD-Laufwerk mit SATA Anschluss verbaut. Das 4.1 er Modell hat noch einen PATA-Anschluss. Das hat zur Folge, dass der SATA-Controller im 4.1er MacBook Pro von SATA-II auf SATA-I runter getaktet wurde.

Maximal 6 GB RAM und nur SATA-I – gehört das MacBook Pro 4.1 zum Alten Eisen?

Auch kann das 4.1 er MacBook Pro mit maximal 6 GB RAM bestückt werden – auch wenn physisch 8 GB in die Slots passen – es werden leider nur maximal 6 GB erkannt. Der Nachfolger kann 8 GB aufnehmen und adressieren. Auch hat der RAM im Nachfolger eine höhere Taktfrequenz.

CS 6 und der Beach-Ball des Todes

Also stellt sich die Frage, ob nun – etwa fünf Jahre nach Erscheinen – das gute letzte silberne Alu MacBook Pro zum Alten Eisen gehört. Fast dachte ich schon, dass dem so sei. Nachdem ich mir die CreativeSuite 6 von Adobe installiert hatte, wurde das Arbeiten zu einer echten Geduldsprobe: InDesign zum Beispiel benötigte mehrere Minuten, bis es hochgestartet wurde. Ein Upgrade auf OS X 10.7 oder sogar auf 10.8 habe ich lange gar nicht erst in Betracht gezogen (inzwischen läuft ein flottes OS X 10.9 Mavericks auf der Maschine).

Retina-Modell mit SSD: Geschwindigkeitsrausch für schlappe 2.800,– Euro

Als sich ein Kollege von mir das Retina-Modell komplett mit SSD-Laufwerk bestellt hatte, glaubte ich, dass ich mich nun nicht mehr lange werde wehren können und auch bald dem Geschwindigkeits-Rausch erliegen werde. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass ich gar nicht so unrecht mit dieser Vermutung hatte – dass mir aber Ausgaben um die 2.800,– Euro erspart bleiben würden. Denn mit der Investition von nur 200,– Euro konnte ich mein MacBook wieder auf zeitgemäße Geschwindigkeit bringen.

Das folgende Video zeigt, wie schnell mein MacBook Pro 4.1 nach den unten beschriebenen Änderungen Photoshop, Illustrator und die am langsamsten startende Applikation der Welt, InDesign CS6 jetzt startet.

Was habe ich nun alles unternommen um das MacBook auf der Höhe der Zeit zu halten?

Interne Festplatte tauschen

Zunächst hatte ich vor einem halben Jahr bereits einen Fehler gemacht, als ich mir für ca. 70,– Euro eine günstige 2,5 Zoll Festplatte mit 750 GB Kapazität zulegte. Ich dachte mir, dass ich ja nicht so auf die Benchmarks schauen müsse, da ich dachte, in den letzten vier Jahren hätte sich so viel auf dem Markt getan, dass jedes heute verfügbare Modell schneller sei, als die Standard-Platte im MacBook. Dem war jedoch nicht so. Zwar sind die Übertragungsraten deutlich gestiegen, bei so gut wie allen Platten. Aber die entscheidenden Unterschiede sind die mittleren Zugriffszeiten.

Auf die Zugriffszeiten achten

Die neue Platte hatte eine mittlere Zugriffszeit von 16 ms. Das zuvor verbaute Modell dagegen nur 11 ms. Das scheint nun kein besonders großer Unterschied zu sein, macht sich in der Praxis aber enorm bemerkbar, da moderne Software und Betriebssysteme eine Sammlung hunderter oder tausender kleiner Dateien und Bibliotheken darstellen, die beim Öffnen oder Umschalten zwischen Programmen geladen oder gespeichert werden müssen. Nach dem Wechsel kam es mitunter vor, dass selbst das Scrollen in Safari ruckelig wurde.

RAM aufrüsten

Das MacBook Pro 4.1 benötigt RAM mit 667 MHz Taktung. Wenn RAM mit 800 MHz (welcher inzwischen günstiger ist als der mit 667 MHz) eingebaut wird, kann dies Probleme bereiten. Allerdings läuft das MacBook auch, wenn mindestens einer der beiden Riegel mit 667 MHz getaktet wird. Hier kommt es aber auch darauf an, in welchem Slot der schnelle und der langsame RAM-Riegel eingebaut wurden.

In meinem MacBook Pro habe ich z. B. einen 4 GB Riegel mit 800 MHz verbaut, der seit langem ohne Probleme arbeitet. Trotzdem würde ich empfehlen eher die 667 MHz Variante zu kaufen, wenn es möglich ist.

Folgender RAM wird benötigt:

1 Stück PC2-5300 667 MHz SO-DIMM DDR2-SDRAM 2 GB bei amazon (Affiliate-Link) und

1 Stück PC2-5300 667 MHz SO-DIMM DDR2-SDRAM 4GB bei amazon (Affiliate-Link) und

Netzteil

Da mein Laptop viel und häufig im Betrieb ist, bekam das Netzteil irgendwann einen Wackelkontakt und lud den Akku nur noch sporadisch. Da ein neues Netzteil von Apple ca. 80,– Euro kostet, suchte ich nach einer Alternative. Ich bestellte mir ein Billig-Ersatzteil bei eBay für ca. 20 Euro. Das gute Stück hielt nur wenige Wochen, dann ließ ich mir das Geld erstatten. Ich fand allerdings eine andere günstige Alternative für ca. 45,– Euro in Apple-Qualität, mit der ich sehr zufrieden bin:

Günstiges hochwertiges Netzteil für das MacBook Pro (Affiliate-Link)

Akku

Auch wurde ein neuer Akku fällig. Da habe ich einen günstigen Anbieter im Test, der aber erst so kurz in Betrieb ist, dass ich noch nicht so viel über die Qualität sagen kann. Nur so viel: Die Verarbeitung ist nicht besonders, er steht einen Millimeter über und ist etwas hakelig beim Einsetzten. Dafür bietet der Hersteller zwei Jahre Garantie. Die amazon-Rezensionen sind zwiegespalten. Anscheinend hat man entweder Glück und der Akku ist top oder Pech und er ist nach ein paar Wochen hinüber. Für 50 statt 180 Euro kann man das Risiko dank Rückgaberecht eingehen, denke ich.

Update nach ca. einem Jahr in Betrieb:
Laut Coconut hat der Akku noch eine Kapazität von 72% bei 251 Ladezyklen.
Meiner Meinung nach ist das ein ordentlicher Wert.

Der Akku steht etwa einen Millimeter über und ich kann auch eine leichte Wölbung feststellen, die für mich aber nicht wie ein explodierter Akku aussieht. Der Akku wird auch nicht heiß. Ich kann den Akku immer noch empfehlen.

Günstiger Ersatz-Akku (Affiliate-Link)

Damit war ich wieder bei 3 Stunden Betriebszeit angelangt und ärgerte mich umso mehr über das langsame Hochfahren der Programme. So stieß ich dann auf das Thema SSD.

SSD – Zugriffszeiten machen das Tempo

Wie schon oben beschrieben machen nicht die Transferraten das Tempo aus, sondern die mittleren Zugriffszeiten. Und da punkten eben die SSDs (Solid State Drives). Während eine ordentliche Festplatte auf 11 ms kommt, liegen die Zugriffszeiten bei einem SSD mit ca. 0,03 ms locker bei unter einem Hundertstel. Und das macht richtig was aus.

SSDs: Teuer und unzuverlässig

Das Manko: SSDs sind teuer. Eine 500 GB SSD schlägt mit 300,– bis 400,– Euro zu Buche. Bei einer 2,5 Zoll HD kommt man hingegen schon mit 50,– Euro gut ins Geschäft. Dazu kommt, dass SSDs bei häufigem Beschreiben schnell verschleißen.

Die Lösung: Festplatte und SSD parallel verwenden

Die Lösung kommt in Form eines Adapters daher. Die System-Platte wird durch eine kleine SSD ersetzt (ca. 128 GB) und dort wo das DVD-Laufwerk sitzt wird ein Adapter eingebaut, in den sich die HD einsetzen lässt. Nun wird über das Terminal ein Link gesetzt, so dass sich alle Benutzer-Dateien auf der magnetischen Festplatte befinden, während die System-Daten und Programme auf der SSD liegen.

Auf die SSD kommen alle die Daten, die nicht häufig überschrieben werden aber zum Booten und Starten der Programme zuständig sind. Zum Glück korrelieren diese beiden Anforderungen ziemlich stark. Auf die magnetische Platte kommen alle Benutzer-Daten – und dies sind genau die Daten, die häufig überschrieben werden. Hierfür wird einfach der Benutzer Ordner auf der magnetischen Platte gelassen, alle anderen Verzeichnisse (Library, System etc.) werden auf das SSD kopiert.

Bequem mit zwei Platten arbeiten: Benutzerdaten verlinken

Das Verlinken der Benutzerdaten macht das Arbeiten auf zwei Speichermedien komfortabel. Es kann weiterhin die von OS X vorgegebene Ordner-Struktur verwendet werden. Ein intern gesetzter Link verweist das System einfach auf die andere Platte. Nachfolgend eine Anleitung zum Setzen des Links.

Hilfreich ist hier auch das Tool Carbon Copy Cloner, welches 1:1 Kopien von kompletten Laufwerken oder einzelnen Verzeichnissen/Datein erstellt, inklusive versteckter Systemdateien und korrekt gesetzen Schreib-/Leserechten. Die obige Anleitung funktioniert aber auch komplett ohne CCC.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Geld gespart und Lebensdauer der SSD erhöht

Mit dem Vorgehen räumt man gleich zwei Probleme aus dem Weg. Es wird erstens keine besonders große SSD benötigt. Eine 128 GB SSD bekommt man schon für gut 100,– Euro.

Außerdem erhöht sich die Lebensdauer der SSD, denn die Systemdateien und Programmdateien werden in erster Linie gelesen und nicht geschrieben, während in dem Benutzerverzeichnis – das ja auf der magnetischen und robusten HD liegt – vor allem viel geschrieben wird. Aber gerade das Lesen der Programme und Systemdateien macht das Arbeiten am Rechner schneller, denn hier handelt es sich um die vielen kleinen Dateien, für die der Lesekopf einer magnetischen Festplatte ständig neu positioniert werden muss.

Einzig die Auslagerungsdatei wird nun noch auf die SSD geschrieben. Rüsten Sie also noch Ihren RAM auf (siehe oben) um das Auslagern möglichst gering zu halten.

Um zwei Laufwerke im MacBook unterzubringen wird ein Adapter für das Opti-Bay benötigt und ein Gehäuse um das ausgebaute DVD-Laufwerk als externes Laufwerk weiter benutzen zu können.

Es gibt ein qualitativ gutes Komplett-Angebot für ca. 45,– Euro:

Fenvi HDCaddy (Affiliate-Link) Achtung! die PATA-Version nehmen, die SATA-Version läuft nur auf den Nachfolgern (Uni-Body MacBook Pro).


Welche SSD nehmen?

Minimal sollte die SSD eine Kapazität von  64 GB haben, besser sind 128 GB, zumal der Preis nicht groß unterschiedlich ist. Wenn das Geld etwas lockerer sitzt, kann man auch zu 256 GB greifen und kann sich dann mit der Anzahl der installierten Programme so richtig austoben – also z. B. einer Sammlung aller Versionen der Master-Edition der Creative Suites von CS1 bis CS6 steht dann nichts mehr im Wege.

Es sollte auch eine hochwertigere SSD sein. Wird hier gespart, kann das Gerät zwar am Anfang noch einen guten Eindruck machen – die Problematik der fehlenden Langlebigkeit zeigt sich aber leider erst nach einiger Benutzungsdauer. Allerdings gibt es hier auch wieder Einschränkungen. Die aktuelle Linie der Samsung 840 SSDs soll laut Wikipedia ein Rückschritt in Hinsicht auf Datensicherheit sein:

Hersteller wiederum, wie z. B. Samsung in der neuesten 840-SSD-Serie setzen seit neustem auch auf TLC-NAND-Speicherzellen. TLC (engl. triple-level cell, dt.dreistufige Speicherzellen) hat im Vergleich zu MLC (engl. multi-level cell, dt. mehrstufige Speicherzellen) weitere Spannungslevel, so dass noch mehr Daten pro Speicherzelle gespeichert werden können. Aufgrund der kleineren Abstände zwischen diesen Stufen, und der daraus resultierenden Schwierigkeit diese Level stets korrekt auszulesen, ist die Lebensdauer von TLC-Speicherzellen noch mal geringer als von MLC-Speicherzellen mit gleicher Fertigung und Güte. (Quelle: Wikipedia–Solid-State-Drive)

Ich habe daher zur 830er Linie gegriffen, die kommt in der Laptop-Variante mit einem praktischen USB-Anschluss-Adapter, über den sich die Platte initialisieren und bespielen lässt. Es reicht aber auch die Basic-Variante vollkommen aus. Mit ein bisschen Glück bekommt man die 830er als Auslaufmodell etwas günstiger.

Samsung SSD 830 bei amazon und

Inzwischen hat Samsung einen weiteren Nachfolger herausgebracht: Samsung EVO 850 SSD (Affiliate-Link). Diese soll eine bis zu dreimal so hohe Langzeitbeständigkeit habe und außerdem weniger Energiebedarf haben und weniger Wärme produzieren.

Die 470er Linie ist der Vorgänger von der 830er Linie (amazon) (Affiliate-Link) und

Sehr gut sollen auch die SSDs von Crucial (amazon) (Affiliate-Link) sein.

Gut funktionieren anscheinend auch die SSDs von SanDisk im MacBook:

128 GB Version (Affiliate-Link)

64 GB Version (Affiliate-Link)

Einen sehr guten Ruf haben auch die SSDs von Intel (Affiliate-Link)

Was ist das Ergebnis der Bemühungen:

  • Photoshop CS6 startet in 6 Sekunden
  • Illustrator CS6 startet in 8 Sekunden
  • InDesign CS6 startet in 9 Sekunden (vorher mehrere Minuten)
  • das gleichzeitige Starten von Flash, Illustrator, Edge Animate, Photoshop, Illustrator, InDesign, Dreamweaver und Acrobat mit 735 aktivierten Fonts! dauerte 21 Sekunden

Ich konnte auch die Startzeiten mit Photoshop auf einem aktuellen Retina-MacBook Pro eines Kollegen vergleichen. Der Kollege hat für sein MacBook ganze 3.500,– Euro auf den Tisch gelegt, schneller arbeiten kann er damit trotzdem nicht – zumindest waren die Start-Zeiten von Photoshop identisch mit meinem SSD-MacBook Pro 4.1.

Bremst der SATA-I Port im MacBook Pro 4.1 den performance-Gewinn gegenüber einem Retina MacBook mit SATA-III?

Theoretisch bietet der SATA-III den sechsfachen Datendurchsatz gegenüber dem SATA-I Controller. Vom Anschluss sind alle drei SATA-Ports untereinander kompatibel, es wird automatisch auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gedrosselt.

In der Praxis ist dieser Performance-Unterschied nur kaum zu bemerken, zumindest bei den heute verfügbaren Software-Paketen und Betriebssystemen. Das kann natürlich in den nächsten Jahren anders werden, wenn die Programme komplexer werden. Aber bei den aktuellen Programmen ist der Performanceunterschied kaum zu bemerken. Ob Photoshop nun in acht oder sechs Sekunden startet fällt beim täglichen Arbeiten nicht ins Gewicht.

BootCamp so einrichten, dass ein Windows-Installations-Stick erstellt werden kann.

Mit BootCamp kann komfortabel eine Windows-Installation parallel zu OS X installiert werden. Wurde jedoch das interne DVD-Laufwerk entfernt gibt es zwei Probleme, die sich jedoch lösen lassen:

  1. Windows ab Version 7 (und 8, 8.1 & 10) lassen sich nicht von einem externen DVD-Laufwerk installieren. Der Installatinsvorgang wird mit der Meldung abgebrochen, dass kein Bootfähiges Medium vorhanden wäre.
  2. BootCamp kann auf Rechnern, die kein internes DVD-Laufwerk besitzen, einen USB-Stick mit Windows-Installationsdateien erstellen. Da OS X davon ausgeht, dass das MacBook Pro 6,1 ein internes DVD-Laufwerk besitzt, wird diese Option automatisch deaktiviert.

Um dieses Problem zu lösen, müssen wir ein wenig an dem BootCamp Dienstprogramm basteln. Dazu kopieren wir das Programm BootCamp-Assistent auf den Schreibtisch. Ihr findet dieses Programm in dem Verzeichnis Dienstprogramme, das wiederum im Verzeichnis Programme liegt. Nun einfach mit gedrückter Alt-Taste den Boot Camp-Assistent auf den Schreibtisch ziehen.

Jetzt das kopierte Programm mit der rechten Maustaste anklicken und den Punkt „Paketinhalt zeigen“ auswählen. Jetzt den Ordner „Contents“ öffnen und die Datei info.plist mit der rechten Maustaste anklicken und den Punkt „Öffnen mit > Xcode“ auswählen.

Hier den Eintrag „PreUSBBootSupportedModels“ umbenennen in: „USBBootSupportedModels“. Diesen EIntrag aufklappen und das + Zeichen neben dem Eintrag klicken. Jetzt erscheint ein neues „Item 0“ mit leerem „Value“-Feld. Hier wird „MacBookPro4,1“ eingetragen (wenn Du ein anderes MacBook hast, findest Du die Bezeichnung, wenn Du auf dem Apfel-Symbol > Über diesen Mac > Systembericht … wählst. Unter dem Eintrag Boot-ROM-Version befindet sich eine Nummer. Die ersten Zeichen geben das Modell an. Für das MacBook Pro 4,1 lauten diese z. B.: MBP41.)

Jetzt muss noch der Eintrag DARequiredROMVersions modifiziert werden. Hier auch wieder mittels der + Taste einen Eintrag hinzufügen und in diesem die Nummer der Boot-ROM-Version hineinkopieren: Apfel-Symbol > Über diesen Mac > Systembericht … und hier in der Hardware-Übersicht die Boot-ROM-Version heraussuchen.

Ist das erledigt einfach die veränderte Datei speichern und Xcode beenden. Jetzt kann der Boot Camp Assistent gestartet werden und – voila – es erscheint der Eintrag „Installationsmedium für Windows 7 oder neuer erstellen“.

Ist der Intel Core2Duo Prozessor im MacBook Pro eine Bremse?

Auch ist es unwahrscheinlich, dass die Komplexität der Programme in Zukunft schnell steigen wird, modernere Software bedeutet auch immer, dass Code versucht wird sauberer und weniger Performance-Abhängig zu programmieren. Wer sich die Aktivitätsanzeige anschaut, wird merken, dass der Prozessor nur selten voll ausgelastet ist, außer man rendert einen 3D-Film in Cinema4D. Die Zeiten in denen das Anwenden eines Photoshop Filters zu einer ausgedehnten Kaffee-Pause führte sind (leider – ich mag Kaffee …) spätestens seit dem Ende der 1990er Jahren vorbei.

Wer hingegen einen Rechner zum Filme-Rendern sucht, sollte sich überlegen, einen Netzwerk-Server einzurichten. Den bekommt man für relativ wenig Geld realisiert und kann dann noch das gesparte Geld in die Software investieren, die zum Einrichten einer Renderfarm notwendig ist – zumindest verglichen mit der Investition in ein Retina MacBook. In fünf Jahren mag das natürlich wieder anders aussehen.

Wer sich bis hierhin durch den Artikel gekämpft hat, ohne ein eigenes MacBook zu besitzen, möchte sich vielleicht ein gebrauchtes kaufen um dieses Aufzurüsten – als praktische Alternative zum teuren Neu-MacBook. Hier eine passende

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